Wie kam es zu dem echten Sälzerkönig?

Wie kam es zu dem echten Sälzerkönig?

IMG_8713Ich selbst weiß es so genau natürlich auch nicht. Schließlich war die Übergabe dieses tollen Geschenks für mich eine riesige Überraschung. Zum Event kann ich aber doch so dies und das aus dem Nähkästchen plaudern:

Es trug sich bereits vor einigen Jahren zu, dass der König aus dem Salzland immer mal wieder mit den Hufen scharrte und mich darauf aufmerksam zu machen versuchte, doch endlich mal den schönen, großen Baum für ein gemeinsames Cacherevent zu opfern. Wahrscheinlich ist er des Nachts immer mal wieder bei einem seiner Ausflüge im schwarzen Tarnanzug auf die vielen kleinen Lichter aufmerksam geworden. Und da so ein Abendsegler ja bekanntlich nicht besonders gut auf Licht zu sprechen ist, musste er, um sich der Pracht unauffällig nähern zu können, die Begegnung mit eben diesem in Menschengestalt vorantreiben.

Meine eintönige Meinung auf die drängende Frage hin war jedoch stets „Event im Industriegebiet … ? Ach, das ist doch nun wirklich nichts für die feine Gesellschaft!“ Außerdem, wie jeder weiß, bin ich ohnehin nicht der meistgesehenste Gast auf den Events, was natürlich eher zeitlich Natur entspricht. So dachte ich auch gar nicht weiter drüber nach! Dieses Jahr allerdings, blieb ein Termin im Cachekalender des Stammtisches hartnäckig frei. Der Dezember! „Mmmhhh, das geht doch nicht mit rechten Dingen zu“, dachte ich und sah schon wieder diese flatterartigen Schatten über mir kreisen. Nun gut, um dem endlich ein Ende zu bereiten und nachts wieder ruhig schlafen zu können, ohne ständig und überall von kleinen Chiropteras verfolgt zu werden, entschloss ich mich, der Bitte des Königs nachzukommen.

Von dem sehnlichen Wunsch durchdrungen, endlich unbeschadet den Lichtern nahe zu kommen, dauerte es auch nicht lang und der König gab seine Audienz bekannt. Auch andere ehrwürdige Herrschaften aus dem fernen Morgenland waren bereit und gewillt, sich zu diesem Event zu begeben und schon bald entstand der unwiderrufliche Gedanke, in Verbindung mit der besinnlichen Stimmung auch die weihnachtliche Geschichte der ehrenwerten Gesellschaft nahe zu bringen. Schnell waren die christlichen Figuren auf passende Cachertypen gemünzt und, es ist nur eine vage Vermutung, wahrscheinlich entwickelte sich auch so der Gedanke des Königs, mir in seiner Hofschmiede ein unvergessliches Geschenk zu bereiten.

An alle die, die „unserer“ Einladung Folge geleistet haben, richte ich auf diesem Wege auch noch mal mein persönliches Dankeschön. Es war ein schöner Abend, bei dem in der Tat weihnachtliche Stimmung auf kam und das bei den frühlingshaften Temperaturen. Und warten wir mal ab, wie die Geschichte endet, ob jetzt Ruhe herrscht wenn es dunkel wird, oder weiterhin des Nachts die Flattergestalten erscheinen um nach ihrem kostbaren Geschmeide zu sehen.

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Connys ganz eigene Art des Frühlingerwachens

Mal über die überwiegend schönen Seiten unseres Hobbies nachdenken, dass finde ich mehr als nur gut!! Daher habe auch ich mich am WE mal hingesetzt und überlegt, was mir eigentlich so viel Freude an der Sache bereitet … so viel, dass man auch bereit ist bei all den heißen Themen mit am Ball zu bleiben (die hier aber jetzt nix zu suchen haben J).

Die Antwort war bzw. ist eigentlich ganz einfach:

Ich bekam vor ca. 2 ½ Jahren ein Garmin etrex von meinen Freunden geschenkt. „Was ist das denn!“ fragte ich da noch unglaubwürdig. Zwar wurde ich gleichzeitig mit entsprechender Lektüre zum Selbstnachlesen ausgestattet, aber so richtig beantworten, wie und was ich damit nun alles anstellen kann, dazu war niemand im Stande. So lag das Ding erst mal ein Jahr bei mir zu Hause rum. Hintergrund bzw. Hintergedanke dieses Geschenks war damals der Wunsch meiner Freunde, mich wieder nach draußen zu bekommen. Nach einer für mich sehr schweren Zeit, lag es ihnen irgendwie am Herzen, das Unmögliche möglich zu machen und mich wieder in die „alte“ Freundin zu verwandeln.

Nachdem ich ein Jahr benötigte, um das Gerät an den Start zu bekommen – Technik die Frauen manchmal nicht begeistert – war ab dem ersten Dosenfund dann kein Halt mehr. Ich hab es genossen, endlich wieder draußen zu sein. Ganz zu schweigen von dem Teckel, der nunmehr täglich voll auf seine Kosten kam. Noch dazu fand ich es gut, dass ich all diese Dinge unter einem gewissen Deckmantel tun konnte und mich somit Schritt für Schritt wieder in die Normalität zurückbugsieren konnte. Ganz nach eigenem Befinden und Empfinden konnte ich Kontakt mit anderen Cachern aufnehmen. Erst geheim, später auch live vor Doseort!

Hinzu kamen all die Rätsel mit ihren Anregungen sich für Neues zu begeistern. Auch etwas, wo man sich nicht immer unbedingt allein durchboxen muss, sondern wo der Freundeskreis schon oft mit einbezogen wurde und bei dem lustige Rätselabende entstanden sind.

Im Laufe der Zeit und nach vielen tollen Gesprächen und Kontakten mit Gleichgesinnten, habe ich festgestellt, dass dieses Hobby nicht nur bei mir zur Verbesserung meiner Lebensqualität beigetragen hat, sondern das viele andere auf ähnliche Art und Weise zur Dosensuche gekommen sind. Das Schöne daran ist, dass man zu jedem Zeitpunkt selbst bestimmen kann, ob und wie man aus der Anonymität heraustreten möchte und somit selbst den Schritt von einem unbekannten Avatargesicht zur eigenen Persönlichkeitspräsenz gehen kann, wenn man das überhaupt möchte.

Cachen bedeutet für mich heute, Spiel, Spaß und Spannung! Vor allem aber auch Bewegung und Zeit an der frischen Luft in der Natur. Etwas was vielen, nicht nur jungen Leuten die sich in PC-Games verlieren, heute schwer fällt oder durch beruflichen und/oder familiären Stress kaum noch aus eigenen Stücken wahrgenommen wird. Da hetzt man sich ab zu diversen Terminlichkeiten die mitunter auch zum Bewegungsglück beitragen oder dem psychischen Druck entgegenwirken sollen, und vergisst dabei ganz den Spaß an der Freud. Beim Cachen ist das in meinen Augen ganz anders. Von „jeder kann“ bis „keiner muss“ ist hier alles erlaubt. Wen von den Freiluftmuffeln, Bewegungslegasthenikern, Sightseeing-Geschädigten und Kontaktscheuen hat es nicht schon alles wieder in die Welt hinaus gezogen, nur weil auf der anderen Seite des Waldes eine Tupperdose zu finden war. Kinder gehen wieder gern mit Ihren Eltern spazieren. Ältere Menschen verzichten mit Freude auf ihre Canasta-Runde. Vom Beruf geplagte Individuen fallen nicht mehr vor lauter Erschöpfung auf das Sofa, sondern suchen den Dosen-Kick nach Feierabend, ganz egal, ob man auf einmal ½ oder 1 Stunde seiner Zeit für die Suche opfern muss. Ich könnte noch unzählige solcher Beispiele finden. Fest steht doch, nach jedem Fund macht sich ein Stückchen Glück ins uns breit.

Für mich war das Cachen aus erster Sicht also eine Art Medizin und ich bin heute meinem Freundeskreis noch unendlich dankbar für diese schöne, handgroße, gelb-schwarze Pille, auch wenn die mich jetzt immer weniger zu Gesicht bekommt ;)! Und deshalb feiere ich jedes Jahr erneut meine ganz eigene Art des Frühlingerwachens.

 

 

 

 

 

 

 

Eine Begegnung mit der ganz besonderen Art! – 1. Paderborner Reviewer-Sprechstunde (GC40FFF)

Eine Begegnung mit der ganz besonderen Art! – 1. Paderborner Reviewer-Sprechstunde (GC40FFF)

Als ich den Publish dieses etwas anderen Events sah, war klar, hier wollte ich unbedingt dabei sein, hatte ich mich doch kürzlich erst an einer Aktion beteiligt, die sich „Reviewerwillkür“ nannte. Hier brachte eine “Zwangsarchivierung” für einige Geocacher das Fass in Bezug auf einige Reviewer zum Überlaufen. Weiter möchte ich gar nicht mehr darauf eingehen, denn hierzu wurden schon genug unqualifizierte, teilweise gar beleidigende und leider viel zu wenig seriöse und sachliche Beiträge in verschiedensten Foren und Listings verfasst. Dennoch, auch wenn viel Staub aufgewirbelt wurde, zeigte diese Aktion jedoch ebenfalls, dass es anscheint in der Cachergemeinde auch jede Menge Klärungsbedarf zu geben scheint, die einen direkten Austausch zwischen Reviewern und Cachern erfordert. Halbwissen gepaart mit Negativmeinungen findet ja leider nur allzu oft schneller Anhänger, als man glauben mag. Ich zähle mich in diesem Fall unter anderem dazu :-&  , sonst hätte ich nicht so schnell entschlossen an dieser Aktion teilgenommen, :-O   um später festzustellen, wie viele unsachliche Meinungen, völlig aus dem blauen Gegriffen, eine Sache gefährden, deren Ausmaße wohl den wenigsten vollumfänglich bekannt war. Generell vertrete ich jedoch immer noch die Meinung, dass beiderseitig mehr hätte gesprochen werden sollen, aber nun zurück zum Wesentlichen!

DruckDas mir auf einmal hier in Paderborn die Gelegenheit zu einem direkten Austausch gegeben werden sollte, das war eine echte Chance. TOLL, dass unsere Cacheforce sich dahingehend so engagiert zeigt, obwohl es sicher nicht nur um diese Geschichte ging, wenn überhaupt. Jedenfalls war sie mein Motivator, hatte sie mir persönlich doch bereits gezeigt, wie wichtig die direkte Kommunikation, quasi Aug-in-Aug, vor allem mit den Meinungsträgern, ist. Wer kennt das schließlich nicht, dass geschriebenes Wort oder gar Unausgesprochenes zu Unmut führt.
img_6453Also war ich natürlich gespannt! Sollten sich hier auch diese Fragen klären lassen? Die Frage, wer nun eigentlich diese Gestalten, die sich hinter den vielversprechenden Namen wie „James Bond“, „Eigengott“, „Pan Tau“, „Miss Undercover“, „ground control“, „GC-Knecht“ und vielen weiteren verbergen, sind. Sind die eigentlich nur zum Meckern da, oder helfen sie uns auch? Was machen die eigentlich noch, außer uns zu ärgern? Oder hat Groundspeak die Damen und Herren nur deswegen auf uns angesetzt?  >:)
Als wir alle im Sport- und Begegnungszentrum des Turnvereins 1875 Paderborn e.V. auf SEINEN großen Auftritt warteten, hatte man das Gefühl, wir würden einen Hollywood-Star erwarten, so gespannt waren alle auf die „Gegenüberstellung“! Und dann war es soweit. Die Tür ging auf und mit weitreichendem Schritt trat ein fröhlich wirkender, Herrn Kiepenkerl alias „Kiepker“ (Florian) – Volunteer Reviewer für Geocaching.com in den Raum. Bereits seine Vorstellung lies auf einen vielversprechenden Abend hoffen. Wir erfuhren vorab jede Menge über die Tätigkeit eines Reviewers, den feinen Unterschied zwischen einem Volunteer und einem „normalen“ Reviewer, deren Einteilungen und Zuständigkeiten. Dann war da noch die Warteschleifentaktig sowie die Sockenpuppen und natürlich nicht wegzudenken schließlich auch Diskussionen über Richtlinien, Abstandsregeln und die Erkenntnis, dass wir längst nicht alles wissen, was hinter den Kulissen geschehen muss, bis ein Cache sichtbar wird. Vergessen wir nicht die vielen Tipps und Tricks, die wir an die Hand bekamen. Und das alles auf eine sehr angenehme und ehrliche Art, so dass wirklich niemand mit einer Frage hinterm Berg halten musste.
img_6440Da jeder hier heute Anwesende dabei aus ganz eigenen Gründen da zu sein schien, gestaltete sich die Sprechstunde mehr als abwechslungsreich und informativ, denn neben den Fragen, die man sich selbst sicherlich schon des Öfteren gestellt hat und teilweise im Verlauf seiner eigenen Cacherkarriere rausfinden konnte oder auch nicht, so wurden auch Fragen gestellt, über die man noch nie zuvor nachgedacht hatte, die scheinbar aber großen Beiklang fanden und in vielerlei Hinsicht so manch einen Blickwinkel veränderten oder einem gar neue Perspektiven boten.

Um dabei noch mal auf meinen ganz persönliches Anliegen bei diesem Eventbesuch zu kommen und die Geschichte „Reviewerwillkür“ endgültig zum Abschluss zu bringen:
Es wurde klar, dass unsere Leidenschaft immer mehr Interessierte anlockt. Dabei war es besonders schön, von dena „alten Hasen“ der Cacherszene zu hören und veranschaulicht zu bekommen, wie sie den steten Wachstum in all den Jahren, besonders aber seit den letzten zwei Jahren wahrgenommen haben. Da auf der Erde nun mal nicht jeder machen kann was er will, gibt es, wie überall auf der Welt wo Menschen ihre Finger im Spiel haben, also auch hier Leute die für die Funktionalität, Einhaltung und Ordnung sorgen müssen, damit wir nicht in Konflikt mit Behörden und Ämtern geraten. Und das ist der Hauptgrund!! Wenn wir also weiterhin Spaß haben wollen an der Dosenjagd, vor allem auch hier in Paderborn und Umgebung, dann müssen wir uns alle ein wenig mehr mit diesen Dingen auseinander setzten und vor allem beim Suchen und Auslegen stets über die Nachwirkungen vorausschauend nachdenken. Vielleicht erinnern wir uns auch mal an die Bedeutung dieses Sprichwortes: „Was niemand weiß, macht ihn nicht heiß!“ (oder so ähnlich :-“ ).Was nicht bedeuten oder erlauben soll, Regeln zu umgehen, aber was es manchmal zulässt, Dinge zu tun, die nicht unter Beobachtung stattfinden. Wer auffällt muss reglementiert werden um die Schutzfunktion eines Ganzen zu erhalten, damit wir noch lange Freude an der Sache haben. Wir alle haben jedoch daraus gelernt, dass reglementieren auch einen fairen Umgang miteinander bedeuten und weder auf der einen noch der anderen Seite Mutmaßungen mit sich bringen sollte.
img_6488EIN GROßER DANK dient sicherlich allen Reviewern, die zwischen den „Fronten“ dafür sorgen, dass wir stets genug neue Döschen in Smileys verwandeln können. Vor allem an die, die ehrenamtlich ihre Zeit für uns und unser Hobby investieren. Eins steht sicher fest, man braucht als Reviewer ein dickes Fell, um all die, die oftmals im wahrsten Sinne des Wortes auf die Jagd gehen, unter den Hut Groundspeak zu bekommen!

Mein ganz persönliches Fazit dieses Abends:

  • Geocachen ist ein super-Hobby, an dem immer mehr Menschen Spaß finden.
  • Reviewer sind auch nur Menschen und den, den wir heute Abend kennenlernen durften, der war nicht nur ein ganz lustiges Kerlchen, sondern auch ein sehr guter Repräsentant!
  • Regeln sind dazu da, um eingehalten zu werden! Richtlinien sind diskutable …. man muss allerdings stets eine gute Erklärung parat haben.
  • Denn sie wissen stets was wir tun!
  • Und … schicke immer deine Email-Adresse mit, wenn du einem Reviewer schreibst  :))

Wer nicht teilnehmen konnte aber mehr wissen möchte über Reviewer und ihre Arbeit, der findet hier einiges Wissenswertes rund um‘s Thema: http://www.gc-reviewer.de/
Außerdem erschien heute passend auf der geocaching.com Seite der Artikel „Celebrate the Geocaching Community’s Volunteers“
Also jetzt nix wie raus mit dem Schrieb! (flohnelia 15.1.13)

PS: Muss ich noch mal erwähnen, dass die Location und die Organisation der Pader-Community wirklich top war????  (*)

Weitere Links:
Fotos vom Abend
Listing
Podcast