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Geocacher 1.0 – Ein Nachruf

Ich selbst habe ja erst 2007 angefangen zu cachen, aber da die Anzahl der Geocacher nicht linear, sondern exponentiell gewachsen ist, spüre auch ich bei gerade mal 5 Jahren “Erfahrung” einen deutlichen Unterschied.
Die ersten – aus heutige Sicht – Rotzdosen haben früher noch zu einem Spannungskribbeln in der Magengegend geführt. In 5 Jahren ist der Anspruch aber stetig gestiegen. Entweder man ist zum reinen Statistik-Cacher geworden, weil eine Dose pro Woche nicht mehr reicht, oder man sucht permanent nach dem Kick. Nach Wathosen-Caches, Elektronik-Caches, Nachtcaches, bleibt dann noch die Kombination mit Terrain 5. Höher, schneller, weiter, gefährlicher, illegaler, abgefahrener. Langweilig! Alles schon gesehen.
Wenn man schon so weit ist, hat man es sehr schwer noch Gefallen am Hobby zu haben, da die Qualität der Caches nicht gerade ansteigt.
Aber was ist denn überhaupt ein Qualitätscache? Mir haben die simplen Multis, wo es nur in Metall geschlagene Koordinaten zu suchen galt, auch immer Spaß bereitet.
Wer als “Anfänger” jetzt einen solchen Cache legt, muss sich einiges von den “alten Hasen” anhören: “Hätte mir mehr gewünscht. Hätte man schöner machen können. Nicht sehr anspruchsvoll…”, oder man hört eben nichts: “Danke. TFTC.”
Die Anforderungen sind hoch, um den Maßstäben der Qualitätscacher gerecht zu werden. So sind die vermeintlichen Rotzdosen teilsweise gar keine, denn sie werden ja mit großer Beliebtheit von Cachern geloggt, dessen Maßstäbe etwas anders gewählt sind.
Ich beobachte einen klaren Trend zum Micro-Tradi für jedermann, da es dazwischen kaum noch Spielraum gibt für Caches, die man als “alter Hase” gut finden kann. Der “alte Hase” wird wohl irgendwann resigniert aufgeben, sich ein neues Hobby suchen, oder tolerant zum Cacher 2.0, 3.0 oder 4.0 werden müssen.
Was mache ich? Ich versuche mich auf das zu besinnen, was ich eigentlich am Geocaching toll finde, nämlich draußen in der Natur zu sein. Ich versuche meine Erwartungshaltung nicht zu hoch zu schrauben und auch simple Stationen toll zu finden. Nicht jeden Tag cachen zu gehen, weil man es MUSS, sondern dann zu cachen, wenn man darauf Lust hat.
Und wenn ich irgendwann keine Lust mehr habe, dann endet es auch nicht mit einem Knall, irgendeinem Eintrag im Forum, oder wildem Geschimpfe auf das Hobby, nein, dann gehe ich einfach. Still und leise.

Dieser Artikel war ursprünglich ein Kommentar, ist aber zu gut, um im Verborgenen zu bleiben ;)

Deutschlandreise!

16 Dosen  finden und loggen? – Kinderkram!
16 Dosen innerhalb von 24 Stunden finden und loggen? – Kein Problem!
16 Dosen in 16 verschiedenen Bundesländern innerhalb von 24 Stunden finden und loggen? - 
Nun wird es interessant, denn genau das fordert dieser Cache!

16 Bundesländer an einem Tag !
http://goo.gl/EdOMr  (GC2NMA8)

Als sich eines Tages hier im Forum eine Frage hinsichtlich dieser, zugegebenermaßen “etwas” verrückten Idee fand, war sehr schnell klar: Es gibt ausreichend Verrückte, die sich dieser  Herausforderung stellen würden. (Aber hatte ich da jemals dran gezweifelt? NEIN! Darum habe ich ja auch gefragt!)

So fand sich mit S´uschi, MissMarple02, Tronje the Falconer, Tillimaus, Überholspur, Omega1974, Mulder, einem Teil der pinken Erbengemeinschaft  und dem Spürhasen ein Team um zu testen, wie lange es Geocacher ohne Schlaf aushalten.
Nach den ersten Abstimmungsgesprächen konnte die Detailplanung starten. So wurde ein erster Entwurf der Reiseroute mit den speziellen Wünschen der Reiseteilnehmern abgeglichen.  
Nur Autobahn-Leitplanken-Tradis abzugrasen wäre ja auch zu einfach. Also sollten nun auch noch möglichst viele verschiedenen Cachetypen gesucht und natürlich gefunden werden!
Nun ja, Deutschland kennt man ja schon etwas, so wurde die Reiseroute noch auf umliegende Nachbarländer ausgedehnt. Ziel war es, zusätzlich an einem Tag auch in 5 verschiedenen Ländern aktiv und erfolgreich zu sein. So wurden dann neben den Dosen in Deutschland auch welche  in den Niederlanden  und Belgien und Luxemburg und Frankreich eingeplant. 

Ein wenig Geocaching-Geschichte  sollte auch dabei sein. Also wurde der erste Geocache in Deutschland (First Germany / GC77) in Brandenburg vorgesehen, neben Tradis, Multis, Mysteries, Earthcache, Virtual, einer WebCam,  Letterbox und einem Wherigo.
Die Routenplanung wurde also konkret, ein Cache-Mobil gechartert und natürlich auch das Catering sichergestellt. Neben Kuchen, einer ganzen Menge an Süßkram waren neben etlichen toll belegten Brötchen auch 50 super leckere Frikadellen an Bord. (Die haben vielleicht einen Duft verströmt! Erst aus der Kühlbox, dann aus dem Cac…..! O.k. die Details möchte ich Euch ersparen.) Natürlich sollte auch eine Menge Hai-Täk-Equipment an Bord sein, um die Außenwelt auf dem Laufenden und uns unterwegs notfalls mit Plan B, Plan C, Plan D , usw. versorgen. (Das eine Autoelektik so was mitmacht, ist echt erstaunlich. Jedesmal, wenn wir das Cachemobil abgestellt haben, betete ich, dass es auch wieder anspringen möge)
Die Meinung einiger Außenstehender war nicht immer sehr optimistisch. 

 

  • “Das klappt doch  nie”,
  • “Ihr seid bekloppt”, 
  • “Da ist doch Ferienbeginn, da gibts Staus ohne Ende” usw. 
     

Alles echt aufmunternd!  
 
So rückte der Tag der Tage immer näher und die Spannung stieg. Gegen Mittag wurde das Cachemobil geentert und mit leichter Verzögerung ging es um 15:45 Uhr von Scarhem  los in Richtung der Niederlande. Kaum auf der Autobahn – der erste STAU! Das geht ja gut los. (Wir konnten ja nicht ahnen, dass dies auch der letzte für die ganze Tour sein würde!) Aber noch waren wir ja nur auf der Anreise zum offiziellen Starpunkt der Herausforderung. Die sollte um Mitternacht im Saarland mit dem Wherigo starten. Unterwegs sollte die erste Dose in Deutschland gehoben werden. Und wie sollte diese heißen? Klar “Unser Erster” (GC246GZ). Nun nur noch schnell die Beneluxstaaten und Frankreich erobert um dann, um 0:16 Uhr im Saarland Wherigo zu knacken. Nun tickte die Uhr erbarmungslos!

Es lief wie am Schnürchen. Nach Rheinland Pfalz, Hessen, Baden Würtemberg ging es weiter gen Osten. Endlich ging auch irgendwann die Sonne wieder auf und mit tollen Bildern eines heraufziehenden Morgens ging es, nach einer Stärkung im Restaurant zu goldenen Möwe, weiter in Richtung Leipzig, wo vom Messeturm eine Webcam auf uns herabsah. Und unterwegs: Frikadellen, Brötchen, Frikadellen, Brötchen………!

Kurzfristig wurde es  aufgrund eines defekten KFZ-Zigarettenanzünder-Verteilersauch mal richtig hitzig im Auto, der aufgrund der 9 Handys, 1 Laptop, 1 TomTom und eine Kühltasche die Rundfahrt nicht mehr fortsetzen wollte. (O-Ton: Sach mal, was qualmt hier so???)

Nun ging es auf Berlin und Brandenburg zu, wo zuerst  in einem Geo-Post-Office eine Postkarte an einen der Cacher aus der näheren Umgebung abgeschickt wurde. Dann war also mit “First Germany / GC77″ ein besonderer Cache an der Reihe. Wir begannen gerade die komplizierten Aufgaben aus dem Listing zu analysieren, dahatte bereits die weibliche Intuition die Dose gefunden. Es ist schon klasse zu sehen, dass sich darin immer noch alle Logbücher befinden. Ein besonderes Gefühl!

 Das Team bei GC77

Nach und nach wurde die Dosen in  Mecklenburg Vorpommern, Hamburg,  Niedersachsen und Bremen geloggt. 
Es muss schon immer ein klasse Bild und für außenstehende verwirrendes Erlebnis gewesen sein, wenn an den “Haltestellen” ein 9-Personen-SWAT-Team aus dem Bus fiel, etwas suchte, irgendwas irgendwo rein schrieb, ein paar (Beweis-)Fotos machte, dann wieder blitzartig im Bus verschwand und abrauschte. 
Nun fehlte nur noch eine Dose im Heimatland und die Mission wäre erledigt. Dann wurde um 21:14 Uhr die letzte Dose gesucht und GEFUNDEN! Somit hatten wir für die 16 Bundesländer die 24h-Grenze locker unterschritten! MIssion completed!
Der Weg zurück Richtung Heimat war  dann wieder recht entspannt.

Jeder Kilometer hat  letzlich seine  eigene Geschichte, aber die schönsten waren die letzten 5km! Wenn man mit FREUNDEN zusammen sitzt und gemeinsam die Dosenfischer Songs anstimmt, das kann einem keiner nehmen! 

Um 22:08 Uhr war Scarhem erreicht und im Rahmen eines kleinen CITO wurde das Cachemobil aufgeräumt. 

Alles in allem waren wir über 30 Stunden “on the road”, haben dabei 2395 km abgerissen und sind, während der Fahrt eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 98,6 km/h gefahren.
Und so ging eine verrückte  aber tolle Aktion zu Ende! 

Wenn man mich heute fragt, ob ich dies nochmal machen würde:  

Mit DIESEM Team immer! 

Spürhase

 

Die Route:

Die Route

Bilder: Tronje the Falconer / Spürhase

 

 

 

Bei der Wunderlampe geht uns ein Licht auf

Es ist vollbracht, die Lampe ist gerieben, der Cacher-Geist ist wieder frei!
Und was hätte das für eine geruhsame Urlaubswoche werden können! Meistens Schietwetter, gemütlich im Vorzelt gammeln oder in der Wohnwagenkoje poofen. Aber wieder hat es der Owner inselamrum geschafft, uns den Schlaf und die Nächte zu rauben. Im letzten Jahr waren wir schon dreimal beim “Nachtcache wo die Eulen heulen” angerückt, um die wirklich kniffeligen Stationen zu lösen. 
Bei Aladins Wunderlampe ging es schon im Vorfeld mit einem knackigen Rätsel und zwei Caches  los. “Schatzi, ich habe hier noch einen Ausdruck…”. Gut, dass das Wetter nicht so gut war, sonst hätte ich einen auf den Deckel bekommen. Aber: Irgendwann waren die Startkoordinaten da. Weiter zum unsichtbaren Funker. Und in der Nähe auch gleich den Owner getroffen. Und wie es so läuft, alle Utensilien dabei, nur die Ausdrucke und die bisherigen Lösungen nicht, die schlummerten sanft im Vorzelt. Egal, wird wohl passen. Passte aber nicht, denn der Anführer der Dunklen Seite wollte uns kein Signal geben. Also zurück, zweite Etappe beendet.
Die dritte Etappe sollte ebenso erfolglos enden. Zwar empfingen wir nach kürzester Zeit die ersehnten Signale und konnten die Finalkoordinaten errechnen, waren uns aber sicher: “Da versteckt doch niemand etwas!” Nachtcaches von diesem Owner kennen wir ja schon, also drei mal um die Ecke gedacht und mit den Lichtschwertern die Gegend ausgeleuchtet. Kein Erfolg.
Vierte Etappe: Morgens wache ich schweißgebadet auf und denke, da könnte es doch auch sein. Der Hund muss ja auch raus. Also wieder an den Ort des vermuteten Geschehens. Ein verdächtiges Objekt, sonst weit und breit nichts.
Letzter Urlaubsabend, letzte Etappe: Einfach mal dort hingehen, wo wir es zuerst errechnet hatten. Und: Fund! Die Lampe wurde gerieben und der Geist beschworen. Eine Nachricht im dunklen Buch der Geisterwelt hinterlassen und der eigene Geist entlastet.
Was soll ich sagen? TFTC! Danke für den Cache, die Nervenaktivierung und das riesige Final!

PS: Die erste Idee ist doch meist die beste!

Hauptstadthimmel

Na da habe ich mir ja wieder mal was vorgenommen. Da ich – aus Gründen – in der Bundeshauptstadt verweilen sollte, wollte ich doch gleich mal meine Statistik pimpen. Die Ostgrenze für meinen östlichsten Fund sollte verschoben werden, viele Tradis, und, und, und… . Die entsprechende PQ war bereit.

Also statt im Apartment ausruhen, ab nach Osten. An der Janowitzbrücke vorbei mit Entdeckergeist. Hinter der Gewerkschaftsbude von ver.di sollte es sein. Genau an der Stelle, wo ein Profi-Muggel in Clochard-Verkleidung sich niedergelassen hatte. Glückwunsch! Mein Trost: Der Spree-Spaziergang in der Abendsonne war nach dem langen Reise- und Veranstaltungstag ein echter Segen und nicht mal mit der scharzen American-Express bezahlbar. Man kann ja auch einfach mal so durch Berlin lustwandeln, meldet mein Großhirn, “Spinner!” kontert das Kleinhirn und lässt meine Finger das GPS-Gerät wieder einschalten.

Jetzt führt mich der Pfeil auf eine ausgesprochen belebte Insel zwischen Saturn und Alex. Das Döschen hatte ich schnell, und da trifft mich fast der Schlag. Eine Stunde vorher war ein gewisser “Tillimaus” vor Ort, verrät das Logbuch. Die Welt ist ein Katzenklo. Grüße in die Heimat. Meine Nachfolger am Cache hatten es etwas schwerer, denn schließlich hatte ich die Filmdose ja noch in sicherer Verwahrung. Die Übergabe war dafür um so lustiger.

Trotz vieler Kisten auf der Karte verlief der Abend dann doch ganz anders, hier nur einige kurze Stichworte: Essen, Icetee aus New York, Muschi Obermaier auf Empfehlung und eine wirklich beeindruckende “Weinstube”, die ich später noch anhand des Tracks recherchieren muss. Schließlich Bett und Sofortschlaf. Berlin, TFTN! Thank you for the night!

Kaum eingeschlafen war ich auch schon wieder wach. Neuer Plan: Gepäck zum Bahnhof und wieder auf Dosenjagd! Gesagt, getan, schon konnte ich bei Angelas U-Bahn loggen. Bei den nächsten drei Dosen kann ich schon mal einen DNF anmelden. Nennt es Blindheit, nennt es Muggelalarm oder sonstwie. Ich nenne es Frustration. Diesmal waren sich beide Gehirnteile einig: Kaffee & Hunger! Also ab in die nächste Seitenstraße und Augen auf. Den nächsten Laden nehme ich. Hm. Aber jetzt. Was steht dran? “Boese Buben Bar” und “Wir rauchen für den Weltfrieden”. Was ist drin? Das gemütlichste Cafe, das ich bisher in Berlin gefunden habe mit wandhohen Bücherregalen und netten Leuten. Und einem sensationell guten Frühstücksbufett für 5,50 Euro. Was steht draussen? Mein Tisch in der Morgensonne. Schon nach dem ersten Biss in das Brötchen, das hier Schrippe heißt, versöhnt meine verletzte Cacherseele. Nach nur zehn Minuten habe ich meinen inneren Frieden gefunden. Das ist der metropolitane Hauptstadthimmel. Dosen, ruhet in Frieden! Beenden der Navigation und Rückmarsch zum Hauptbahnhof. Als dort auch noch ein Chor durch die Stahlkathedrale klingt, bekomme ich eine Gänsehaut. Und kurz darauf schlummer ich schon im ICE.
Heimweg. Ruhe. Freude.

Links folgen!

Das Funkeln war wieder da…

Da war es wieder, das Leuchten und Funkeln in den Augen einer erwachsenen Frau. Und ich war dabei! In der Nähe des Lambertus Sees in Kalkum bei Düsseldorf war es, ganz nah am Rollfeld. Und es war ihr erstes Mal! Und ich war dabei. Ein Freudenschrei und ein verschämtes Lächeln, und dann trug sie sich im Logbuch ihres ersten gefundenen Caches ein. Ok, der Nickname “Spargelsuppe” klingt zwar lecker, ist aber etwas gewöhnungsbedürftig.
Prima, wenn man so an die ersten eignen Geocacher-Erlebnisse und -Gefühle erinnert wird!
TFTE! Thank you for the emotions!

Zwei Männer auf den Weltmeeren – Nordseetaufe goes Oslo

Stage 1: Kiel-Cruise

Morgens um 5 ist die Welt noch nicht mein Ding. Aber auf “Schlummern” drücken ist nicht. Schließlich soll es heute auf frühe Ausfahrt gehen. Um 5:40 Uhr aus der Tür raus und um Punkt Sechs Ankunft bei Familie Pitchbulls. Kurze und müde Begrüßung, und schon sind wir auf Asphaltkurs – Ziel Kiel. Auf dem Weg begegneten wir kurz noch mal Frau Schwarztaucher, die offensichtlich die Sightseeing-Tour durch Wewer gebucht hatte. Einziger Stau – zum Glück – die Schlange beim schottischen Spezialitätenrestaurant in Bispingen. Was ich nicht ahnte, das sollte in den nächsten zwei Tagen das günstigste Essen sein! En kurzer Tritt auf das Gaspedal, und schon hatte Herr Pitchbulls uns in da wohl hässlichste Parkhaus Kiel gebeamt. Beton im Rücken und vor uns der Premium-Ausblick auf unseren Kutter, die “Color Magic”. Was für ein Trümmer aus Stahl, da war sich die Paderborner Reisegruppe einig. Jetzt trennten uns nur noch wenige Fußminuten (D1,5/T2) vom Terminal am Norwgerkai.

Stage 2: Terminal-Geschichten
Im Terminal angekommen, musste man nicht lange suchen. Da, wo die Traube mit lustigen Shirts und für Außenstehende fremd anmutenden Gegenständen herumlungerte, musste es wohl richtig sein. Am Check-In-Schalter wurden uns unsere Bordkarten von der Deichgräfin und der Aligateuse überreicht. Ganz nebenbei konnten wir uns gleich im Event-Logbuch verewigen und Trackables bewundern. Und dann kam er. Mit weißer Mütze und weißem Hemd, Captain Iglu, ach nee, Kapitän Schweigert. Die schillernde Event-Lichtgestalt des Nordens. Der begrüßte uns freundlichst und übergab uns unserem Seefahrerschicksal. Und ebendieses wurde eingeläutet durch zwei Stunden kurzweiliger Wartezeit mit allerhand Gesprächen und jeder Menge nautischer Eindrücke. Aus der Nähe war das Schiff noch beeindruckender. Und dann war es so weit: Boarding!

Stage 3: Schiffserkundung
Sohn Marian bringt es auf den Punkt: Das sieht gar nicht aus wie ein Schiff. Eher eine Mischung zwischen Hotel und Einkaufspassage. Und nicht nur für Kinder spannend, die erste Erkundungstour. Und so ging es erst in die Innenkabine – Originalton: „Der Hammer“. Ein Klappbett und ein Klappsofa für müde Männer und ein kleines Bad. Prima. Dann die ersten Kilometer durch das Schiff: Magic Promenade, die Einkaufs- und Unterhaltungsstraße, Sonnendeck, Spielcasino für Kids, Aqualand-Schwimmbad, und, und, und. Beide Männer (11 & 42) waren begeistert. Mehrmals mit dem Glasfahrstuhl hoch und runter, und immer waren neue Ecken zu erkunden. Da haben sich die Norweger auf ihrer Fähre, die wie ein Kreuzfahrtdampfer ausgestattet ist, mal richtig was einfallen lassen!

more…

Freundliches Miteinander – Ein gelungenes Beispiel

Wie ein Förster indirekt zu einer Verlegung eines Caches beigetragen hat, um den Cache und Cacher zu schützen …

Ein freundlicher Cacher hier aus der Gegend wurde während seines Logs vom Förster angesprochen. Es erfolgte der Hinweis, dass dieses Gebiet, in dem der Cache lag, derzeit intensiv durch die Jagdpächter genutzt wird. Da dieses selbstverständlich Gefahren birgt, war mir sofort klar, dass der Cache umplatziert werden muss. Jedoch auch nicht zu weit weg, da der Sinn des Caches ja erhalten bleiben soll. Das Listing habe ich darauf vorerst deaktiviert.

Danach habe ich mich zeitnah mit meinem Garmin auf dem Weg zum Cache gemacht und habe ihm einen neuen Platz, außerhalb des besagten Jagd-Gebiets gesucht und den Cache umgelegt. Sofort darauf habe ich dem ursprünglichen Reviewer eine Nachricht und die neuen Koordinaten zukommen lassen und ihn über den Grund informiert, warum der Cache nun diese bekommen hat. Neue Koordinaten können nur vom Reviewer angegeben werden. Dieses ist auch innerhalb kürzester Zeit geschehen. Es folgte eine Nachricht von ihm und ich konnte das Listing wieder aktivieren.

Somit hat der Cache einen neuen Platz gefunden und die Cacher können in Ruhe und ohne Gefahr weiterhin loggen.

Ich persönlich bin der Meinung, dass man solchen Hinweisen von z.B. Förstern, Landbesitzern oder alle anderen, auf dessen Grund ein Cache liegt, zeitnah nachgehen sollte. Nur so kann man ein auch für “Muggel” freundliches Cachen gewährleisten und der Spaß bleibt erhalten. Es möchte ja bestimmt auch nicht jeder Cacher immer auf die Misslage eines Verstecks durch Grundbesitzer oder andere hingewiesen werden.

Danke für diesen schönen Gast-Beitrag an die Altenbeken dogs

Mittel gegen Dosendepressionen gefunden!

Am Wochenende wurde in der Nähe von Paderborn endlich ein Heilmittel gegen die weit verbreiteten Dosendepressionen gefunden!

Die Dosendepression ist eine unter Geocachern häufig beobachtete Befindlichkeitsstörung, die besonders häufig in und kurz nach der so genannten “dunklen Jahreszeit” auftritt.

Symptome der Dosendepressionen sind Such-Unlust, Sofa-Sucht, missmutige Foren-Diskussionen und komische Blog-Kommentare. Als Auslöser der Krankheit werden zu kleine Geocaches ebenso diskutiert wie unnütze Verstecke. Einigkeit über den Auslöser konnte in Fachkreisen allerdings noch nicht erzielt werden.  Wird der Befallene direkt auf seine Krankheit angesprochen, antwortet er misswillig und gibt vor, sich ein neues Hobby suchen zu wollen.

Im selbstlosen Labor- und Feldversuch ist mir am vergangenen Wochenende der Durchbruch in der Krankheitsbekämpfung gelungen. Das Medikament ist so wirkungsvoll wie einfach: Gute Tradis!

Aus meinem geheimen Forschungstagebuch:

Samstag, früher Vormittag. Mit Cachehund Lissi und kompletter Ausrüstung im Auto, um einen Cache auszulgen. “Bing”, ein neuer Cache im Heimatbereich. Auf zum FTF-Versuch am “Urenberg (352m) bei Schwaney“. Fast unberührte Natur. Ein gutes Stück zu gehen. Abenteuerfaktor. Gelände. Ein tolles Versteck. Jawoll, Tradis können doch schön sein! (PS: Sorry OpaTheo!)

Samstag, früher Nachmittag. Mit Pitchbulls und Cachehund Lissi zum Bauernkamp bei Schlangen. Der Cache: Eisenloch! Ein Klassiker der Gelände Tradis in unserer Region. Um es kurz zu sagen: Hier ist “T4″ ernst gemeint. Unter Keuchen, Schnaufen und Schwitzen auf abenteuerlichen Pfaden und Nicht-Pfaden zum löchrigen Cache. Wieder Prima! Ein Natur- und Tradierlebnis der besonderen Art! Hier wird der Cacher Akku erst mal leergezogen und anschließend freudig wieder aufgeladen. Danke an den lochfreudigen Owner, dessen Lukenloch-Multi wir auch demnächst angehen werden! Die Dosendepressionen schwinden!

Sonntag, früher Nachmittag. Die Sucht ist zurück! Also noch so ein schöner Tradi zur Sicherheit. Diesmal sollte es der “Opferstein” sein. Hier war ich schon mal und habe keinen Zugang zum mystischen Ort gefunden. Diesmal hatte ich mehr Glück und konnte die Reste des abenteuerlichen Weges ausmachen. Ein toller Ort, mitten in atemberaubender Natur! Jaaaaaaaaaaaa! Und dann auch noch der Cache! Ein Regular, gut versteckt und bedeckt! Nach dem Öffnen wäre ich vor Ehrfurcht fast erstarrt, denn neben dem neumodischen Logbuch hat der Owner auch noch das “Originallogbuch” mit Einträgen von 2003 in den Cache gelegt, um die Geschichte der Dose zu erzählen und lebendig zu halten. “Der Pott wurde von ordentlichen Wanderern bei uns abgegeben. Wir haben ihn wieder zurückgestellt. Eggegebirgsverein Kleinenberg e.V. …. Weiterhin viel Spaß und Gruß an alle Geocacher!” Mal ehrlich, da muss man als sensibler Cacher doch fast schon heulen! Die Dosendepressionen sind weg, das kann ich Euch wohl sagen.

„Wir nennen es Dosenfischen“ oder „Ein Grammy für die Dosenfischer“

Wer kennt sie nicht? Die Dosenfischer aus Schwerin. Diese zwei, die sich jede Woche einfach so über ihr Hobby unterhalten (übrigens das gleiche wie unseres) und uns durch ihren Podcast sehr kurzweilig daran teilhaben lassen. (http://www.dosenfischer.de/) Irgendwann bei den inzwischen über 135 Folgen trällerte der Sandmann einfach mal ein kleines Liedchen. Im Laufe der Zeit kam noch der ein oder andere Song dazu und irgendwann war die Idee geboren, eine komplette CD einzuspielen. Und nun, im November 2010, ist aus dieser fixen Idee Realität geworden.

Die CD ist fertig!

Nun sollte sie nicht einfach so erscheinen. Nein, eine vernünftige Release-Party sollte es schon sein. Ein echtes Event für Fans. So fand sich mit den Dosenmatrosen, Cachern aus Bremen, ein Truppe, die dies für diesen Anlass organisieren wollten. Ohne hier vorgreifen zu wollen: Sie haben einen KLASSE Job gmacht! So stand nun fest: Am 13. November 2010 sollte Bremen zum Nabel der (Cacher-) Welt werden. Auf der „MS Treue“, einem Betonschiff auf der Weser, sollte die Party steigen. Die wenigen verfügbaren Eintrittskarten waren ruck-zuck vergriffen. Ein paar davon gingen dann auch in Richtung Paderborn. Schnell war eine Paderborner-Cacheforce (Vasquez80, SnakesCityCachers, Thomas69, Pitchbulls, Padertaucher und Spürhase) gebildet, um die heimische Community zu vertreten. Die Vorbereitungen liefen an, Hotels wurden gebucht, die ein oder andere Dose ausgesucht und man munkelte etwas von einem Geheimprojekt „Roland SWO“. Das Wochenende näherte sich, eine Vorhut zur Erkundung der Umgebung startete bereits am Freitag, und am Samstag um 06:00 Uhr in der Früh wurden die Segel gen Bremen gesetzt. Beim Einlaufen in Bremen wurden die ersten merkwürdigen Gestalten mit GPS um den Hals an einer Ampel entdeckt. Kurz danach entdeckten diese die in die Scheiben von Pitchbulls Cachemobil geklebten Konzertplakate und begrüßten uns mit eindeutigen Schwimmbewegungen.
Ja, der Padertaucher war nun auch in Bremen angekommen! :mrgreen:
Nach dem Einchecken in den Hotels traf man sich mit den Spähern der Vorhut um noch die ein oder andere Dose zu suchen und zu finden. Es war ja noch früh! Das Konzert war ja erst für abends geplant und der Wellnessbereich des Hotels wartete schon. [Anm. d. Redaktion: Des Hotels? Was für ein Hotel? Der Herr Spürhase vergaß in seiner Bescheidenheit zu erwähnen, dass die eine Hälfte der Paderborner Cacheforce nicht in irgendeinem billigen Vertreterhotel untergekommen war, sondern im HILTON. Das muss doch mal erwähnt werden, da es schon im Vorfeld für einigen Twitter-Spaß gesorgt hatte. Ach ja, die erste Planungsphase hatte in Paderborn übrigens die Jugendherberge vorgesehen. Aber der Vergleich der Frühstücksangebote war überzeugend!] Nun, der Tag der verflog und die Bremer Innenstadt wurde leergecacht. Immer wieder kreuzten andere Cacher unseren Weg, zum Teil sogar getarnt als Fußballfans. (ja es soll neben dem Cachen noch andere Hobbies geben) Als dann, es war bereits dunkel, noch ein neuer Multi freigeschaltet wurde, der im Namen den CD-Titel trug, ging es sogar nochmals auf FTF-Jagd. Hier war dann jedoch nur das „kleine“ Team der Cacher aus Ulm schneller. Aber so blieben bis zum Partystart immerhin noch 45 Minuten zum „Frischmachen“. Das war auch nötig, da der aufgezeichnete Track mittlerweile mehr als 18 km anzeigte. Danach ging es also los zum Schiff. Eine lange Schlange hatte sich bereits gebildet. Alle mussten, um auf´s Schiff zu gelangen, erstmal durch den„Deppendetektor“. Was soll ich sagen: Erwartungsgemäß haben es alle geschafft. Hier tauchte nun auch wieder dieses ominöse Geheimprojekt auf. Durch die Sterntaler wurden uns unauffällige Umschläge übergeben. Diese sollten dann zu einem ganz bestimmten Lied geöffnet werden. Das Konzert begann. Die Stimmung kochte schon nach den ersten Takten hoch und die Nervösität, die den Dosenfischern anzusehen war, löste sich in Wohlgefallen auf. Die fast allen Anwesenden bekannten Texte wurden lauthals mitgesungen und zum Titellied der CD „Wir nennen es Dosenfischen“ wurden die im Rahmen von „Roland SWO“ erstellten Fanschals ausgepackt und geschwenkt. Die Verblüffung der Dosenfischer war schon sehr groß…..Nach einigen Zugaben war der musikalische Teil nach über 2 Stunden viel zu schnell zu Ende. So blieb aber noch viel Zeit mit den anderen Cachern zu klönen, bevor es zu vorgerückter Stunde zurück ins Hotel ging. Am nächsten morgen sollte ja noch das offizielle Event im Bremer Schlachthof folgen. Nach sehr kurzer Nacht traf man sich also wieder um noch die ein oder andere Anekdote auszutauschen. Im Anschluss wurden dann natürlich noch ein paar Dosen gesucht [Ein paar Dosen gesucht? Das klingt aber wenig ambitioniert! Das war ja schließlich kein Spaß! 25 Büchsen wurden insgesamt geknackt - von der schnellen "Pipiecken-Dose" bis hin zu vertrackten Letterboxen. Für letztere waren sogar eindeutige Hinweise auf dem Event nötig, um mit unbeschädigtem Cacher-Ego wieder in die Heimat zurückzukehren.] , bevor es wieder Richtung Heimat ging. Ein tolles, anstrengendes und erfolgreiches Wochenende ging so am Sonntag Abend dann leider viel zu schnell zu Ende.

Foto: M. Zielinski / http://www.flickr.com/photos/mzielinski/5181347084/

So schauen andere zurück nach Bremen (#dftreue):

42Cacher: Vier Schwaben auf musikalischer Kreuzfahrt…
Besserverstecker:
Wir nennen es …
D-Buddy:
Film 1: Konzert, Film 2: Event
Die Dosenfischer
Podcast 137
Geoborkis: Fotos
Neirolf
: DFDA: Danke für den Abend…
Quasselkasper:
Podcast
Spike05:
Eine Busfahrt von Ulm nach Bremen…
TravellingJack
:  Dosenfischen vom Betonschiff, inkl. Beifang…

 

Ein Herz für Reviewer …

Natürlich hat jeder schon mal über einen Reviewer gemeckert. “Der ist so streng!” “Der macht keine Ausnahmen!” “Der hat meinen Cache nicht freigeschaltet!”… Diese Sprüche kennen wir von Events und aus diversen Foren.

Jetzt wollen wir die anderen Geschichten hören! Kramt in den hintersten Ecken Eures Herzens. Schreibt doch mal etwas von schönen Erlebnissen, die Ihr mit einem Reviewer hattet. Die können doch nicht nur schlecht sein! Ich bin schon sehr gespannt!