Archive for the Category »Cache-Geschichten «

Von Rücken und Tauchern…

11.10.2010   +++   4.11 Uhr MESZ   +++   at home   +++
Gehört dieser Rücken wirklich zu mir?
Der Schmerz weckt mich.

Was zuvor geschah!
Einige Tage vorher….
Es ist Mai 2008 und ich schaue mir diese komische Geocaching-Seite an, um auszuschließen, dass bei diesem Spiel scharfe, langbeinige und wunderbare blonde Mädchen mitspielen.
Dann sehe ich da eine Top-Ten und den Cache „Yin und Yang“ – ja und genau so etwas habe ich gesucht. Der Padertaucher macht Ying ich Yang und nach drei Stunden gehen wir glücklich und zufrieden händchenhaltend zum Schatz. Was brauche ich noch? Steht ja alles da. Seil, schnell ab in den Keller und alle Seile – ob dick oder dünn – schnell mal auf 30 m zusammengeknotet, Mathe Repetitorium aus der Kellerbücherkiste, 2 Flaschen Wasser, 2 Stifte na – fertig oder?!
Schatz kommt die Treppe runter und sieht mein emsiges Treiben. Wie Realostinker natürlich immer so drauf ist, sagt er mir gleich dass das so nicht geht und wir brauchen ein Team sonst geht das eh nicht. Team! Bin ich nicht Team genug! Na dann eben nicht! Schatz lächelt dieses gemeine Lächeln und verzieht sich zum Glück wieder. Ich verräume meine Seile die wunderbar gehalten hätten und lese Weiberabend um runter zu kommen. Selten einen Mann gesehen der sich so sträubt einen netten Sonntag mit viel Abenteuer und seiner Frau zu erleben. Selbst Schuld!
Die ausgedruckte Beschreibung verfolgt mich noch länger und landet dann irgendwann im Altpapier.

Thomas69 und SnakesCityCachers kommen 2010 zum Grillabend vorbei und klasse, den Cache wollten sie auch immer mal machen. Netterweise nehmen sie alles in die Hand und siehe da, der 10.10.2010 sollte kommen: endlich Yin und Yang.

Es ist 5.25 Uhr. Voller Elan geht es los, um Flamin8Ball abzuholen. Dann stehen 20 Cacher am Parkplatz und alles kann beginnen! Absolut klasse und ich freue mich schon so. Wir sind das „Bauteam“ und wissen noch nicht, dass einer von uns auch eine Schwimmaufgabe zu erledigen hat. Der Eine weiß das zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht.

Es klappte anfangs auch nur schleppend, denn Reflektoren sucht man tatsächlich lieber im Dunkeln.  Dann aber waren wir wieder super in der Zeit und die Hände verfärbten sich von Blau auch wieder zu Weiß. Die Kälte im Wald ist im Oktober schon so eine kleine Nahtoderfahrung.
Ich war froh, dass AllisonV12 geklettert ist – und das hat er super gemacht. Zack hoch und zack, hier und da. Alles ging flott und sah richtig gekonnt aus. Nicht wie ich da unsportlich am Seil gebaumelt hätte. Flamin8Ball ist dann auch geklettert… Ich weiß nicht ob ich gerade zu viel verrate, ich bin mal lieber ruhig, was so die Stationen angeht. Oder?

Station 5 war es und da sollte man doch tatsächlich im Oktober schwimmen! Ich unterhalte mich gerade so nett und schaue mal rüber zu Schatz. Und der steht im Wasser.  Gut gelaunt, mit Kompass und quatscht rum. Alles ok! Na dann unterhalte ich mich halt weiter und höre nur ein „Plasch“!  „Wird wohl Cachehund Lissi gewesen sein“, denke ich, und meine Welt ist noch vollkommen in Ordnung.

Nicht die von Schatz. Als er da pudelnass stand, war mein erster Gedanke: „Scheiße, jetzt müssen wir heim… der wieder!“ Mein zweiter Gedanke war dann aber schnell „Schatz trösten und kein Mitleid vortäuschen sondern wirklich haben“. Wir sind dann schnell heim und ich durfte mit Halbnacktschatz auf der Aludecke bei gefühlten 47 Grad im Auto schnell @ Home düsen. Durch den Wärmeschock wäre ich am liebsten ins Bettchen gefallen. Na aber das ging ja gar nicht. Schatz musste schnell heiß duschen und dann: zack, zack wieder ins Auto.

Wir haben unser Team an der „Seilbrückenbaustelle“ wiedergefunden. Flamin8Ball hat mit Hilfe von fast allen eine klasse Brücke gezaubert. Die beste Brücke, die dieser Fluss jemals gesehen hat. Nein wirklich!  Alles war super, bis ich da – mental fünfjährig – angeben musste, wie toll ich hüpfen kann, um dann gleich darauf das Gleichgewicht zu verlieren, um fast ins Wasser zu fallen. Abgehalten hat mich nur der Biss ins Seil von Thomas69 und das Anspannen vom Po und Rücken. Wilde Schwingeinlagen halt. Ich bin dann zuckend und klapprig wieder zurück und habe mal so getan, als ob ich das immer so mache, wenn ich über Seilbrücken gehe. Ein bisschen rumschaukeln, angeben, fast reinfallen und dann zittrig kriechend zurück.

Das Team war einfach große klasse und ich kann nur jedem raten diesen Cache zu machen.
Heute sehe ich auch meine kleine Aktion aus 2007 etwas differenzierter J und ich würde hier aber nie und niemals schreiben das Schatz irgendwann mal recht gehabt hätte.
Schön war es auch die einzelnen Cacher mal einfach zu sehen oder sogar auch kennen lernen zu dürfen.
Das Final war dann doch etwas schwieriger und irgendwann war es dann aber auch geschafft. Müde, glücklich und hungrig dann zurück zum Parkplatz und dank Pitchbulls gab es dort eine Eisbiererfrischung und einen gelungenen Vorortausklang.

Der Ausklang des Abends war dann bei Sibille Ostmann in Schlangen und das war wirklich perfekt. Birgit hat eine Stunde vorher mal eben einen Tisch für 20 Personen bestellt. Das hat alles hervorragend geklappt und das Essen war superlecker. Dann kam aber schnell die Müdigkeit und wir alle saßen da mit diesen roten Kleinkindwangen die verraten dass es jetzt Zeit wird für ein Sofa. Ich hätte gerne noch Teamknuddeln gemacht aber mein dicker Schnitzelbauch hat mich dann doch davon abgehalten und vielleicht auch die Tatsache, dass der eine oder andere Muskel in den Oberarmen und am Rücken die letzten 10 Jahre nicht so gefordert wurde wie heute.

Ich möchte mich bei allen bedanken für einen wirklich spannenden, anstrengenden und verrückten Sonntag. Es war wunderbar!

Neues Attrribut: CNC

Geocaching ist immer für neue Überraschungen gut. So konnten wir unlängst einen Cache absolvieren, der – wie sich später herausstellte – gut das Attribut “CNC” tragen könnte. CNC steht übrigens für “Car Nightcache”. Wie kam es dazu? Zwei hochmotivierte, so genannte “erfahrene Cacher”, machten sich zur nächtlichen Stunde auf in den Wald, um einen Nachtcache zu heben. Gesagt, getan! Oder eben nicht. Wie sich herausstellte haben wir in unserem ersten Motivationsschub gleich mal die ersten Stationen ausgelassen. Egal, man kann sich ja den Rest “zusammenreimen” und das Final auf “gut Glück” suchen. Aber liegt das Ding wirklich mitten auf dem Acker? Wohl kaum! Also, alles zurück zum Anfang und die zwei fehlenden Stationen ausfindig machen. Das klappte diesmal wunderbar. Trotzdem hatte sich wohl irgendein Fehler bei der Übertragung der zu suchenden Zahlen eingeschlichen. “Sind wir nicht die ganze Zeit über asphaltierte Wege gegangen?” “Ja!” Die abendrettende Idee war geboren: CNC! Alle Reflektoren waren auch aus der Blechbüchse wunderbar zu erkennen. Und selbst die Tierwelt zeigte sich jetzt in Gestalt von Hase, Reh und Waschbär. Interessant. Die falsche Zahl war rasch ermittelt und das Final nun doch noch aufgespürt. Die Nacht war gerettet!

Achtung: Dies ist nur eine Satire des “Nachtcache-Teams Maulwurf” und keine Anleitung oder Aufforderung zum Nachmachen!

D5/T5: Ein mörderischer Nachtcache

In der Nähe von Paderborn – zwischen Neuenbeken und Bad Lippspringe – gibt es einen wahrhaft mörderischen neuen Nachtcache: “Murder @ Night”  (GC2ERP1 ). Und ich muss schon sagen, da haben sich die Owner einiges einfallen lassen. Viel mehr will ich hier auch nicht verraten, das Listing und die Logs sprechen für sich!

Ich habe jetzt schon die Vermutung, dass demnächst die 5/5er-Fans nach Paderborn pilgern werden (,und die werden sich wundern, wenn Sie eine T5-Abfrage in der Region machen). Aber warten wir es mal ab. Bei mir bleibt dieser Cache erst einmal auf der “Watchlist”.

Urlaubsplanung mit einem Cacheaholic

Sommer 2010. Unsere Familie plant den Sommerurlaub, Lütte möchte ins Camp, Hund möchte ans Wasser und die Eltern wollen einfach nur irgendwohin wo es nett ist.
Mein Mann lässt mir freie „Wahl“ beim Urlaubsort und auch eine geeignete Unterkunft darf ich uns suchen. Na dann mal los ans Laptop und was suchen ….

1. Etage über mir steht eine silberne dicke Alukiste mit folgendem Inhalt:
Gasbrenner, Gaslampe, Doppelkammerluftschiff zum Schlafen, Kochgeschirr und viel Klimbim aber auch ein kleines schwarzes A5 Heftchen mit allen Cachen von AMRUM.

Ich sitze unten und ahne nichts von alldem und schwelge schon in Urlaubsträumen von Sylt und Dänemark.

Schatz meint zu meinen Vorschlägen nur zu kommerziell oder zu teuer. Na ich suche mal schön weiter und als ich so mit meinem gefühlten 1.000 Vorschlag ins Büro rase und wieder einmal höre: „Nee, das können wir mal später machen.“ , kommt doch noch mein Geistesblitz und ich denke so bei mir, der Cachesüchtige hat längst schon das Ziel vor Augen und siehe da nach strengerem Nachfragen sehe ich diese Dackelaugen und das Geständnis kommt dann sofort. Die Kiste wird viel Trara und mit glänzenden Augen aufgemacht und mir wird der Schreck überhaupt klar: ZELTEN! Schatz erklärt mir dann, dass es leider keine Wohnung mehr gibt und wir zelten dort und wie lustig es dort wird.

Lustig! Ja genau sehr lustig! Ich bin dann erstmal zum Lachen in den Keller gegangen und habe überlegt mit meiner Stoffschere kleine Herzchen in den neuen Trockentauchanzug zu schneiden – besser noch, ich nehme die Kletterseile und schnipple da ein wenig rum.

Wieder gefasst auf alles was da kommen mag habe ich schnell einen Freundinnen-wer-hat-Mitleid-Rundruf gemacht und alle fanden Schatz blöd und haben mich kräftig bemitleidet. Das tat sehr gut.

Sonst packe ich immer hunderte von Tuben und Dosen ein und ahhh ja verwöhne mich im Urlaub mit ausgiebig Baden und lange Schlafen und natürlich nehme ich noch den halben Kleiderschrank mit zum Weintrinken am Abend.

Nun sah meine Tasche eher aus wie FlodderAntonmachtUrlaub und drin war das perfekte Wasser/Schweiß/Schmutzabweisende Outdooroutfit (sehr schön und Figurbetont), 1 Tube Niveacreme, Deo, Zahnpasta, Zahnbürste, Kamm und alles in eins Dusche und Haare.

Ich hätte heulen können!

Klein, kompakt und gut gelaunt ging es dann mal irgendwann los.
Kids zum Fährhafen gebracht, gewunken und kinderlos ging es dann schon cachen.

Ich war mit meinen Ballerinas noch nicht auf alles vorbereitet und als wir an der Hamburger Hallig ankamen hatte ich dank der Schafscheiße High Heels, stank ein wenig und hungrig war ich auch. Trotz allem frisch ran ans Werk und den Cache suchen. Düne abbauen, Steine durchwühlen und weil wir ja naturverbundene Cacher sind machen wir alles wieder schön und bauen auch wieder alles so hin wie es war. Dann sollte ich noch den Cache und den Sonnenuntergang bewundern. Das habe ich natürlich schnell gemacht – wollte nur keinen Streit anzetteln, da war ja so ein schönes Restaurant auf dem Hügel gleich neben mir. Neeeeee falsch gedacht arme Frau. Zack zurück – wir kämpfen ja schon mit dem Sonnenuntergang und da kommt ja noch so einiges was wir erledigen müssen. Ich muss eigentlich nur Schatz erledigen, finde aber grad nicht die passende Knarre dafür. Schatz fährt rechts ran und ja wir gehen Fisch essen – nein wir nehmen mit weil ja keine Zeit ist. Wir nehmen alles auch richtig w e i t mit und dann da eine Bank … nein wir warten noch bis da unten die Leute aufstehen. Hier sind 8 Bänke frei und wir warten auf die eine da unten? Ja wir warten! Die denken natürlich was für Bekloppte als wir uns dann setzen. Egal, sehe die hoffentlich niemals mehr wieder und endlich mein Brötchen mit Fisch. Mit viel Hunger ist einem alles egal und man ist dann auch für fettigen Fisch und alte Brötchen dankbarer denn je.

Schatz wühlt im Gras und freut sich irgendwann und ich hätte auch noch schnell seine Sachen essen können – hätte Schatz in Finderfreude eh nicht mehr gemerkt.

Dann noch ein Turm, noch eine Bank und ein Fährhafen und juhu es ist dunkel und kein Nachtcache in der Nähe. Ich darf noch schlafen gehen. Danke!.

Dann am nächsten Tag Amrum und Zelt aufbauen. Super sage ich euch. Das Zelt am Ende der Welt und der Toilettengang durch knietiefen Superfeinsand. Alles klasse hier und nun denke ich mit tränenerfüllten Augen an meine weinschlürfenden Freundinnen weit weit weg.

Wenn es ein inneres Chi gibt habe ich es dort gesehen!

Schatz hat mich vollkommen verwöhnt. Jeden Morgen durfte ich auf der Düne neben dem Zelt in Hasenscheiße sitzend alte Brötchen mit ihm essen. Es war wundervoll.
Mittags gab es dann zum Glück richtige Brötchen mit richtig lecker Fisch und am Abend durfte ich mir Inder oder Pizza aussuchen.

Der beste Abend:
Schatz ist nach ca. 25 km kreuz und quer laufen vollkommen fertig und liegt auf unserem Luftkissen, schnaufend, Sonnenbrand gerötet, mit glasigen Augen und bettelt nicht mehr zum Nebel des Grauens Nachtcache zu müssen. Möchte er morgen machen. Es gibt kein Morgen nur ein Jetzt und ach was war er fertig. Hätte ich einen Brenner dabeigehabt hätte ich Schatz so kopiert für meine Magnetwand. Ein einmaliges Gefühl schreibe ich euch!
Wir sind dann aber doch noch los und haben eine ganz nette Familie aus Kassel getroffen.

Der beste Spaziergang
Wir laufen einen Weg und tüfteln so die Anzahl von irgendwelchen Pfählen aus und plötzlich steht Schatz da wie unsere Lisbeth wenn sie einen Hasen sieht und steht und steht. Warum auch reden! Dann rennt er los und ist sichtlich außer sich vor Freude und stammelt dann wirres Zeug von Sehzeichen und Leuchtturm und eine Linie und vorher alles falsch jetzt alles richtig. Ich weiß schon was er meint aber dann…steht er total hyper an der Hecke und behauptet felsenfest er muß genau von hier was messen und mault mich an und ach und überhaupt steht alles so in der Beschreibung. In der Beschreibung steht aber auch eine Linie! Ja ist doch auch! ****mault richtig rum  Es dauerte 2 Minuten bevor wieder Sauerstoff oben angekommen ist und ach ja gehe ich doch mal 20 m weiter und dort ist dann eine Linie. Über so etwas verlieren Männer nie ein Wort aber mir erzählen wann ich hier im Dorf links abbiegen muß um den Bäcker zu finden und wir wohnen hier 7 Jahre!

Fazit:
Ich habe alles ausgehalten, kalte Duschen, Stürme, plötzliche Regenschauer mit Tropfen die Vögel erschlagen, Nachtcache die 3mal besucht werden mussten und ich bin Schuld an dem Nacktschneckensterben auf der Insel (habe sicherlich 600 Stück/Nacht erwischt) unfreiwillig versteht sich, keinen Tee am Morgen mangels Strom, Hunger und Durst habe ich ausgehalten und am Ende kam ich mir vor wie Bruce Willis in Stirb Langsam III als er vom Auto überrollt in den fahrenden LKW springt um kurze Zeit später aus dem LKW raus muß, die Brücke stürzt ja ein um dann in den noch fliegenden Jet zu hüpfen.

Juhu ich schaffe jetzt alles und die Insel ist wirklich wunderschön!

Padertauchers bessere Seite J

Trainingslager in Marklohe: Fitness-Runden

Um mich auf die kürzlich von Splitti ausgelegte “Fitness-Runde in Liemke” (GC2D67Q) vorzubereiten, musste ich am vergangenen Wochenende erst einmal ins Trainingslager. Schließlich will man als Geocacher in Heimatnähe ja keine schlechte Figur bei einer solchen Fitness-Runde machen! Für einen besonders geeigneten Trainingsort halten wir das niedersächsische Marklohe, denn dort hat das GC-Team Marklohe gleich zwei hervorragende Trainingsmöglichkeiten eingerichtet, die Fitness-Cache-Runde (25 km) und die Fitness-Cache-2-Runde (35 km). Und hier sind meine Erfahrungen:

Am frühen Samstag Morgen machte sich das Trainings-Team, bestehend aus Thomas69, SnakesCityCachers und meiner Person, auf den langen Weg nach Niedersachsen. Schnell waren die Fahrräder auf dem Dach des pechschwarzen Cachemobils verstaut und der Weg auf die Autobahn gefunden. Marklohe ist je bekannt als Mekka für fitnessinteressierte Geocacher. Denn auf den zwei Runden gibt es – fast nebenbei – doch so manches Döschen zu finden. Genauer gesagt sind es 98 Caches, 57 auf der ersten Runde, 40 bei der zweiten und ein Bonus-Cache. Für uns hieß es am Samstag erst einmal Technik-Training: Antreten, bremsen, über die Stange schwingen, Fahrrad abstellen, Dose suchen, aufschrauben, stempeln, Datum eintragen, verstecken, aufsitzen und wieder von vorn. Bei der recht hohen Cachedichte und den geringen Distanzen zwischen den einzelnen Dosen – übrigens fast alles PETlinge, kamen wir auf eine gute Anzahl von Wiederholungen unserer Trainingseinheit. Während die Abläufe an den Dosen am Anfang immer wieder korrigiert werden mussten, konnten wir ab dem etwa 20. Cache doch einen erheblichen Trainingsfortschritt feststellen. Übrigens waren auf der ersten Fitnessrunde alle Caches recht simpel und fair versteckt, so dass unser Training nicht durch übermäßige Suchaktionen abgelenkt wurde. Einige Stunden später, unsere Technik war mittlerweile perfekt, konnten wir auch den 57. Cache in den Händen halten. Von dort ging es dann zurück zum Auto und über Umwege in unser “Sportlerheim” in Bücken. Vor der abendlichen Zerstreuung in Nienburg, die neben der sportlichen Ernährung auch der Dosensuche gewidmet war, konnten wir noch den charmanten Bonus-Cache im Carport der Owner loggen. Später dann: Komatöser Schlaf und Regeneration pur.

Der zweite Tag stand ganz im Zeichen von Kondition und Koordination. Denn auf der zweiten Runde haben die Owner nicht nur die Gesamtstrecke erhöht, auch die Abstände zwischen den Caches ließen jetzt ordentliche Radel-Passagen zu, die wir mit bis zu 40!!! km/h auf unseren Drahteseln meisterten. Natürlich nur in kurzen Trainingsintervallen, unser Durchschnittstempo lag eher so bei 17 km/h. Heute mussten wir an manchen Stellen auch schon mal genauer hinsehen, denn die Verstecke waren an manchen Caches schon ein wenig kniffeliger. Selbst vor akrobatischen Höchstleistungen schreckten wir an unserem zweiten Trainingstag nicht zurück. Dank der am Vortage perfektionierten Technik konnten wir trotz kohlenhydratreicher Pause im Antik-Café in Hassbergen (unser Geheimtipp für alle Genusscacher) nach etwa vier Stunden den Ausgangspunkt erreichen. Unsere persönliche Bestzeit! Naja, wir haben die Runde ja auch noch nie gemacht. Egal! Kleine Stärkung und gestählt nach Hause!

Mein Fazit: Ein klasse Cache-Wochenende! Mit den Fitness-Runden in Marklohe habe ich eine weitere Variante meines Hobbys kennengelernt: Power-Cachen (ich vermeide bewusst den Begriff Statistik-Cachen). Auf den Strecken ist tatsächlich eine gewaltige Menge an Tradi-Logs zusammengekommen. In unserem Team waren die beiden Runden zudem echt sportlich und vor allem lustig! Rauf auf’s Fahrrad, runter vom Fahrrad. Wir hatten echt unseren Spaß dabei. “Och guck mal, da liegt ja ein Cache!”, nach kurzer Zeit hatte sich eine ganz eigene Dynamik entwickelt. Jedes Wochenende muss ich solche Massen-Touren allerdings auch nicht haben, denn meine Lieblings-Caches sind nach wie vor die Wander-Multis. Ich fühle mich jetzt auch für die Fitness-Runde in der erweiterten Homezone gewappnet, allerdings werde ich die wohl zu Fuß in Angriff nehmen. Für 15 Kilometer loht es sich ja kaum auf den Sattel zu schwingen.

Ach ja, das Trainingsziel “Geschwindigkeit” muss ich demnächst einmal beim Cache “Race against Time” (GC233JV) ausprobieren! Die Beschreibung klingt mehr als spannend.

technischer Totalausfall

Ein trister Tag. Hund ins Auto und los, das bessert die Laune! Ein kleiner Ausflug zu einem einfachen Tradi. Und dann das hier: Kaum bin ich aus dem Auto gestiegen, merke ich, dass mein Oregon einen schwarzen Bildschirm zeigt. “Hatte ich den nicht eben schon mal eingeschaltet? – Mache ich doch eigentlich immer, wenn ich auf dem Weg zum Cache bin.” Gedacht, gemacht! Ein kurzes Aufflackern, dann ist der Bildschirm wieder dunkel. Übeltäter sind die Batterien, denn das letzte Einschalten ist mehrere Tage her und das Ausschalten hatte ich wohl vergessen. Soso. Na gut, dann kann ich heute endlich mal testen, ob sich die iPhone-App wirklich zum Cachen eignet. Doch auch hier und heute ein Reinfall: “Keine Caches in der Nähe”. Was soll das denn heißen? Hier liegt doch ein Tradi, keine 100 Meter Luftlinie entfernt, soviel konnte ich mir noch einprägen. Aber wie es der technische Teufel so will, bekomme ich ausgerechnet heute keine Verbindung zum Groundspeak-Server. Technischer Totalausfall auf allen Fronten. Gefrustet wieder nach Hause. DNF geloggt und jetzt auch den Frust von der Seele geschrieben. So kann es gehen!

TB-Hotel: Beste Verkehrsanbindung

Jawoll, heute konnte ich endlich am TB-Hotel “Zugvögel” in Paderborn loggen und “Little Sally” wieder auf die Reise zu schicken! Wirklich, der Cache liegt verkehrsgünstig an Bundesautobahn und Bundesstraße und ist optimal mit dem Cache-Mobil zu erreichen. Das wissen aber ganz offensichtlich auch andere, denn neben den Menschen, die sich hier tummeln, – wie im Listing schon ausführlich beschrieben – tummeln sich hier sogar noch andere Gestalten. Bei meinem letzten Log-Versuch, der Cache war sehr schnell ausgemacht, belagerte ein “gelber Engel” das wunderschöne Hotel. Und da sich die Fontscheibe des gelben Helfermobils nebst Fahrer nur etwa 1,5 Meter vom Cache befand, war an das Loggen nicht zu denken. Die schauspielerische Trickkiste habe ich mal im Auto gelassen, da sich der gelbe Mann wohl vom Klemmbrett nicht hätte beeindrucken lassen. Egal! Heute hat es ja geklappt.

Ach ja, dann kann ich an dieser Stelle ja noch mal erklären, was ein TB-Hotel eigentlich ist. Cachewiki meint:

Unter einem Travelbug-Hotel versteht man i.d.R. ein verkehrsgünstig gelegener Geocache für den schnellen Transport von Travelbugs und Geocoins. Ein solcher Cache sollte einerseits schnell (daher meist Traditionals in Parkplatznähe ) erreichbar sein, aber dennoch gut geschützt liegen und ausreichend Platz für mehrere Travelbugs bzw. Geocoins bieten.

Ich wünsche diesem liebevoll eingerichteten Paderborner Hotel eine lange und erfolgreiche Hotelgeschichte!

Designerstolz – Das erste mal eine gefunden!

Jaja, unser Hobby hält immer mal wieder kleinere Überraschungen bereit. Heute habe ich mich besonders darüber gefreut, dass ich zum ersten Mal eine Paderborn Geocoin in freier Wildbahn gefunden habe. Eine kleine Geschichte am Rande:

Heute war mit der ganzen Familie nebst Cache-Hund Lissi und bewährter Gastcacherin Emily “Jonis 2nd” geplant. Gedacht getan, und schon befanden wir uns auf einer nicht ganz muggelfreien Runde um den romantisch verschneiten Habichtsee in Mastbruch. Alle Stationen des Caches waren schnell gemeistert. Übrigens: Eine absolute Empfehlung für alle Cacher mit Kindern, denn die Runde ist abwechslungsreich, bietet am Rande noch viele Ablenkungen, einen Spielplatz und die ideale Länge! So weit, so gut! Das eingefrorene Final gefunden und ab zurück zur Parkplatz-Koordinate.

Auf dem Rückweg dann die Idee: Die Kinder könnten doch noch den Cache “Netter Ausflug zum Habichtsee” suchen. Dort war ich zwar alleine schon mal, die Kids aber noch nicht. Auch das war schnell gemacht! Und was entdecken Papa Padertauchers Augen da in der Box? Eine Paderborn Geocoin! Die erste, die ich in einem Cache entdeckt habe. Und dabei kenne ich sie nur zu gut. Schließlich ist die Idee zur PAderborn Coin irgendwann einmal bei meinen Home-Koordinaten geboren und an meinem Rechner weiterentwickelt worden. Hurra! Schön, wenn man eine Idee so handfest in der Hand halten kann! Wieder einmal Freude im Cacher-Leben! Diese Coin für Ksenia und Swetlana muss erst einmal mit uns mitkommen!

Aber die Geschichte ist noch ein wenig schöner. Die Owner der Coin hatten diese nämlich erst kurz vor unserem Eintreffen am Cache dort hineingelegt. Und das auch noch bei ihrem allerersten Cache-Fund. Einen herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle. Die Glückwünsche hätten wir eigentlich auch direkt vor Ort loswerden können, da wir das Owner-Team auf unserer Runde gleich zweimal gesichtet und für Muggles gehalten haben. Tja so ist das Cacherleben – immer wieder eine neue Überraschung!

Friedwald für TBs eröffnet in Paderborn

FriedwaldGestern wurde er angelegt, heute eröffnet: Der erste Friedwald für TBs und Coins. Eigentlich nur ein schlichter Tradi, doch aber auch Ruhestätte und Gedenkstätte für die unzähligen reisenden Gesellen, die bei ihren Missionen auf der Strecke geblieben sind.

Als Theologe bin ich der Meinung, dass wir einen Ort des Abschieds brauchen, ein schnödes “Mark item missing” wird den Verschwundenen nicht gerecht. Häufig haben sie doch interessante Reisen und ganz persönliche Geschichten, die wir mit anderen teilen wollen. Die noch junge Form der Bestattung im Wald erscheint mir für die mit dem Hobby Geocaching verbundenen Objekten die geeignete Form zu sein. Deshalb diese Gedenkstätte.

Gologt wird übrigens im ausliegenden Kondolenzbuch, beerdigt wird per “Note”.

Owner-Philosophicum: Mein erster Multi

Ich muss schon sagen, Geocaching ist auch aus der Perspektive des Cache-Owners eine aufregende Sache. Gerade ist mein erster Multi-Cache “Bones – Lissis Knochenrunde” (GC1ZMCE) freigeschaltet, da beginnt auch schon das Bibbern! Tausend Gedanken gehen dem Neu-Owner durch den Kopf:

  • Wird irgendwer das Ding heute wohl finden?
  • Sind die Stationen tatsächlich auffindbar?
  • Habe ich die Koordinaten richtig eingemessen und eingepflegt?
  • Habe ich Denkfehler eingebaut?
  • Hätte ich doch einen Beta-Tester losschicken sollen?
  • Habe ich zu viele oder zu wenige Hints gegeben?
  • … …

Eine gewisse innere Anspannung macht sich breit, die mich beinahe zur Startkoordinate treibt. Was als Kind das “Warten auf”s Christkind” war, lässt sich heute – fast 40 Jahre später – mit dem “Warten auf den FTF” simulieren. Und damit nicht genug: Der erste Finder muss auch noch im Internet loggen, wenn man ihm nicht im Wald auflauern will, nur um eine gewisse Beruhigung in der Nähe des Finals zu erhaschen. Es gilt sich also in Geduld zu üben. Nicht die leichteste Übung.

Um kurz vor 21:00 Uhr dann die Erlösung. Bing, eine Mail geht auf dem iPhone ein. Klicken, schieben, lesen: “[LOG] Owner: XXX found Bones – Lissis Knochenrunde (Multi-cache)”. Es geht scheinbar. Beruhigung pur!