Eine Begegnung mit der ganz besonderen Art! – 1. Paderborner Reviewer-Sprechstunde (GC40FFF)

Eine Begegnung mit der ganz besonderen Art! – 1. Paderborner Reviewer-Sprechstunde (GC40FFF)

Als ich den Publish dieses etwas anderen Events sah, war klar, hier wollte ich unbedingt dabei sein, hatte ich mich doch kürzlich erst an einer Aktion beteiligt, die sich „Reviewerwillkür“ nannte. Hier brachte eine “Zwangsarchivierung” für einige Geocacher das Fass in Bezug auf einige Reviewer zum Überlaufen. Weiter möchte ich gar nicht mehr darauf eingehen, denn hierzu wurden schon genug unqualifizierte, teilweise gar beleidigende und leider viel zu wenig seriöse und sachliche Beiträge in verschiedensten Foren und Listings verfasst. Dennoch, auch wenn viel Staub aufgewirbelt wurde, zeigte diese Aktion jedoch ebenfalls, dass es anscheint in der Cachergemeinde auch jede Menge Klärungsbedarf zu geben scheint, die einen direkten Austausch zwischen Reviewern und Cachern erfordert. Halbwissen gepaart mit Negativmeinungen findet ja leider nur allzu oft schneller Anhänger, als man glauben mag. Ich zähle mich in diesem Fall unter anderem dazu :-&  , sonst hätte ich nicht so schnell entschlossen an dieser Aktion teilgenommen, :-O   um später festzustellen, wie viele unsachliche Meinungen, völlig aus dem blauen Gegriffen, eine Sache gefährden, deren Ausmaße wohl den wenigsten vollumfänglich bekannt war. Generell vertrete ich jedoch immer noch die Meinung, dass beiderseitig mehr hätte gesprochen werden sollen, aber nun zurück zum Wesentlichen!

DruckDas mir auf einmal hier in Paderborn die Gelegenheit zu einem direkten Austausch gegeben werden sollte, das war eine echte Chance. TOLL, dass unsere Cacheforce sich dahingehend so engagiert zeigt, obwohl es sicher nicht nur um diese Geschichte ging, wenn überhaupt. Jedenfalls war sie mein Motivator, hatte sie mir persönlich doch bereits gezeigt, wie wichtig die direkte Kommunikation, quasi Aug-in-Aug, vor allem mit den Meinungsträgern, ist. Wer kennt das schließlich nicht, dass geschriebenes Wort oder gar Unausgesprochenes zu Unmut führt.
img_6453Also war ich natürlich gespannt! Sollten sich hier auch diese Fragen klären lassen? Die Frage, wer nun eigentlich diese Gestalten, die sich hinter den vielversprechenden Namen wie „James Bond“, „Eigengott“, „Pan Tau“, „Miss Undercover“, „ground control“, „GC-Knecht“ und vielen weiteren verbergen, sind. Sind die eigentlich nur zum Meckern da, oder helfen sie uns auch? Was machen die eigentlich noch, außer uns zu ärgern? Oder hat Groundspeak die Damen und Herren nur deswegen auf uns angesetzt?  >:)
Als wir alle im Sport- und Begegnungszentrum des Turnvereins 1875 Paderborn e.V. auf SEINEN großen Auftritt warteten, hatte man das Gefühl, wir würden einen Hollywood-Star erwarten, so gespannt waren alle auf die „Gegenüberstellung“! Und dann war es soweit. Die Tür ging auf und mit weitreichendem Schritt trat ein fröhlich wirkender, Herrn Kiepenkerl alias „Kiepker“ (Florian) – Volunteer Reviewer für Geocaching.com in den Raum. Bereits seine Vorstellung lies auf einen vielversprechenden Abend hoffen. Wir erfuhren vorab jede Menge über die Tätigkeit eines Reviewers, den feinen Unterschied zwischen einem Volunteer und einem „normalen“ Reviewer, deren Einteilungen und Zuständigkeiten. Dann war da noch die Warteschleifentaktig sowie die Sockenpuppen und natürlich nicht wegzudenken schließlich auch Diskussionen über Richtlinien, Abstandsregeln und die Erkenntnis, dass wir längst nicht alles wissen, was hinter den Kulissen geschehen muss, bis ein Cache sichtbar wird. Vergessen wir nicht die vielen Tipps und Tricks, die wir an die Hand bekamen. Und das alles auf eine sehr angenehme und ehrliche Art, so dass wirklich niemand mit einer Frage hinterm Berg halten musste.
img_6440Da jeder hier heute Anwesende dabei aus ganz eigenen Gründen da zu sein schien, gestaltete sich die Sprechstunde mehr als abwechslungsreich und informativ, denn neben den Fragen, die man sich selbst sicherlich schon des Öfteren gestellt hat und teilweise im Verlauf seiner eigenen Cacherkarriere rausfinden konnte oder auch nicht, so wurden auch Fragen gestellt, über die man noch nie zuvor nachgedacht hatte, die scheinbar aber großen Beiklang fanden und in vielerlei Hinsicht so manch einen Blickwinkel veränderten oder einem gar neue Perspektiven boten.

Um dabei noch mal auf meinen ganz persönliches Anliegen bei diesem Eventbesuch zu kommen und die Geschichte „Reviewerwillkür“ endgültig zum Abschluss zu bringen:
Es wurde klar, dass unsere Leidenschaft immer mehr Interessierte anlockt. Dabei war es besonders schön, von dena „alten Hasen“ der Cacherszene zu hören und veranschaulicht zu bekommen, wie sie den steten Wachstum in all den Jahren, besonders aber seit den letzten zwei Jahren wahrgenommen haben. Da auf der Erde nun mal nicht jeder machen kann was er will, gibt es, wie überall auf der Welt wo Menschen ihre Finger im Spiel haben, also auch hier Leute die für die Funktionalität, Einhaltung und Ordnung sorgen müssen, damit wir nicht in Konflikt mit Behörden und Ämtern geraten. Und das ist der Hauptgrund!! Wenn wir also weiterhin Spaß haben wollen an der Dosenjagd, vor allem auch hier in Paderborn und Umgebung, dann müssen wir uns alle ein wenig mehr mit diesen Dingen auseinander setzten und vor allem beim Suchen und Auslegen stets über die Nachwirkungen vorausschauend nachdenken. Vielleicht erinnern wir uns auch mal an die Bedeutung dieses Sprichwortes: „Was niemand weiß, macht ihn nicht heiß!“ (oder so ähnlich :-“ ).Was nicht bedeuten oder erlauben soll, Regeln zu umgehen, aber was es manchmal zulässt, Dinge zu tun, die nicht unter Beobachtung stattfinden. Wer auffällt muss reglementiert werden um die Schutzfunktion eines Ganzen zu erhalten, damit wir noch lange Freude an der Sache haben. Wir alle haben jedoch daraus gelernt, dass reglementieren auch einen fairen Umgang miteinander bedeuten und weder auf der einen noch der anderen Seite Mutmaßungen mit sich bringen sollte.
img_6488EIN GROßER DANK dient sicherlich allen Reviewern, die zwischen den „Fronten“ dafür sorgen, dass wir stets genug neue Döschen in Smileys verwandeln können. Vor allem an die, die ehrenamtlich ihre Zeit für uns und unser Hobby investieren. Eins steht sicher fest, man braucht als Reviewer ein dickes Fell, um all die, die oftmals im wahrsten Sinne des Wortes auf die Jagd gehen, unter den Hut Groundspeak zu bekommen!

Mein ganz persönliches Fazit dieses Abends:

  • Geocachen ist ein super-Hobby, an dem immer mehr Menschen Spaß finden.
  • Reviewer sind auch nur Menschen und den, den wir heute Abend kennenlernen durften, der war nicht nur ein ganz lustiges Kerlchen, sondern auch ein sehr guter Repräsentant!
  • Regeln sind dazu da, um eingehalten zu werden! Richtlinien sind diskutable …. man muss allerdings stets eine gute Erklärung parat haben.
  • Denn sie wissen stets was wir tun!
  • Und … schicke immer deine Email-Adresse mit, wenn du einem Reviewer schreibst  :))

Wer nicht teilnehmen konnte aber mehr wissen möchte über Reviewer und ihre Arbeit, der findet hier einiges Wissenswertes rund um‘s Thema: http://www.gc-reviewer.de/
Außerdem erschien heute passend auf der geocaching.com Seite der Artikel „Celebrate the Geocaching Community’s Volunteers“
Also jetzt nix wie raus mit dem Schrieb! (flohnelia 15.1.13)

PS: Muss ich noch mal erwähnen, dass die Location und die Organisation der Pader-Community wirklich top war????  (*)

Weitere Links:
Fotos vom Abend
Listing
Podcast

Was nicht alles gesucht wird…

Der Blick in meine Blog-Statistik ist heute einmal bei den Suchmaschinen-Links hängengeblieben. Hier ein kleiner Einblick in die Top Ten aus dem vergangenen Jahr:

  1. „Suchbegriff nicht definiert“
  2. knochen
  3. geocaching paderborn
  4. geocaching teamtrennung
  5. geocaching
  6. wewelsburg
  7. geocaching sprüche
  8. geocaching ausweis
  9. tftc bedeutung
  10. sent from my mobile device

Interessant, was alles so gesucht wird!

1.500 – Es passierte nahe an Berlin!

1.500 – Es passierte nahe an Berlin!

Jetzt ist es amtlich. Ich habe einen neuen Meilenstein erreicht: 1.500 Geocaches gefunden. Und da ich ja eher ein Mann der Worte als der Zahlen bin, möchte ich diesen Meilenstein zum Anlass nehmen, auf meine bisheriger „Geocacher-Laufbahn“ zurückzuschauen. Aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchte ich die Zeit vom ersten bis zum 1.500sten Fund. Keine Angst, nicht gleich alles auf einmal! Ich gönne dieser Retrospektive gleich mehrere Blog-Artikel unter der Überschrigt „1.500 – …“. Heute beschreibe ich einfach mal meine Nummer 1.500.

Es begab sich also im letzten Drittel des Juni 2012, da musste ein Geocacher aus Paderborn geschäftlich nach Berlin reisen. 1495 geheimnisvolle Schätze hatte er in seinem Leben bereits gefunden und sich auf ebenso vielen Pergamenten, Rollen, Büchlein, Zetteln und ähnlichem eingetragen. Ach im magischen Netz hatte er das getan, zu finden in seiner persönlichen Geocacher-Vita eines Unternehmens aus den fernen Ländern. Märchenhaft!

Wechsel der Erzählperspektive und Exkurs: In meiner Zeit als Geocacher (hört sich irgendwie komisch an) habe ich schon einiges erlebt und einige Menschen kennengelernt. Manche real, andere virtuell, wenige nicht so gerne. Zur Kategorie „virtuell“ gehörte bislang der AirSom. Obwohl wir schon auf gleicher Wellenlänge auf gleichen Booten unterwegs waren und wir als eifrige Läufer beim Nike+-Wettkampf der Geocacher Abnehm-Challenge 2012 virtuell gegeneinander angetreten sind und uns gegenseitig zu Kilometerbestleistungen motivierten, waren wir uns real doch noch nicht so richtig über den Weg gelaufen. Da zwitscherte mir ein blaues Vögelchen eine Idee ein: Direkt Message. Und siehe da, innerhalb kürzester Zeit – 5 Minuten maximal – war eine Idee geboren: In der Heimat vorbereiten und in der Nähe von Berlin einen besonderen Cache zum Jubiläum loggen. Mit Hilfe von AirSom. Die Wallfahrt konnte beginnen.

15:15 Uhr, Ankunft mit dem ICE in Spandau. Bahnhof, U-Bahn, Bus, Hotel. Hotel? Offensichtlich bin ichin einem der angesagtesten Spa- und Fitness-Clubs Berlins gelandet, im Aspria. Klasse! Also ab in die Sauna im fünften Stock und über den Dächern Charlottenburgs. Eine kurze Ruhepause mit körperlichem und spirituellem Reinigungsritual bei über 95 Grad können dem abendlichen Cacher-Vorhaben ja nur dienlich sein. Gesagt getan. Wieder auf dem Zimmer zurück lese ich auf dem Apfel-Communicator: „Fahre jetzt in Falkensee los!“. Der AirSom. Also raus aus dem Bademantel und rein in die Cacher-Klamotten. Föhnen und striegeln – schließlich will man bei dem feierlichen Moment ja gut aussehen, wenn die Presse vor Ort erscheint – und ab in die Lobby. Kurzes  Warten und schon vermeldete eine lokal kolorierte Stimme: „Ich bin da und stehe vor der Tür!“. Schnell raus, rein in das offensichtliche Cache-Mobil. Der Fahrer kennt den weg! Schnell war beiden Auto-Insassen klar, so eine Verabredung quer durch die Republik, um dann am Abend gemeinsam zu irgendeiner Dose zu fahren, das ist gleichzeitig verrückt, einzigartig und einfach klasse! Stadtautobahn, dann Richtung Süden und über die Landstraße in das Zielgebiet. Die Zeit im Gespräch und auf der Fahrt verging im Flug.

Mein 1.500ster Fund: „First Germany“ (GC77)

Und dann waren wir auch schon da. An der Pilgerstätte der Deutschen Geocaching-Gemeinde. An meiner geplanten 1.500. Am ersten Cache in Deutschland. Bei „First Germany“ (GC77). Ehrfurcht und Vorfreude! Dann ging alles ganz schnell: Alles gemacht, wie im Listing beschrieben und „Ha! Der ist ja wohl nicht zu übersehen! Fund“ Hurra!“. Also ehrlich, das ist kein Hasengrill, das ist der „Wienerwald für Hasen“, wenn es den für die Geflügel-Kameraden schon nicht mehr gibt. Ehrfürchtig habe ich dann die Munbox geöffnet und das aktuelle „aktuelle Logbuch“ gesucht. Gar nicht so einfach bei den vielen Büchern und Kladden, die im Cache zu finden sind. Klasse! Einfach nur gut! Eine würdige 1.500. Aber mal ehrlich: Hier sind nicht das Versteck oder die Dose spektakulär, sondern die nun wirklich lange Geschichte des Caches, die allgegenwärtig über dem schlichten und einsamen Ort in der Pampa wabert. Ich glaube, hierher verirren sich tatsächlich nur die Geocaching-Wallfahrer, denn sonst ist an diesem Ort echt nicht viel zu sehen. Erinnerungsfoto und weiter! Wegen allem Drumherum möchte ich diesen Meilenstein aber nicht in meiner Cacher-Vita missen. Danke AirSom für’s Mitmachen bei dieser Schnapsidee!

So, mal sehen, welche Perspektive als nächstes dran ist. Ich bin schon gespannt auf die meiner Frau, die sich als Geocachers Wife mal wieder zu Wort melden wird. Hat sie zumindest angekündigt oder angedroht. Die einen sagen so, die anderen so! 😉