Team 1. MessetagJ&HWenn mich einer fragt, wie es auf der „Jagd & Hund 2015“ war, würde ich zunächst einmal sagen: „Interessant!“ An seltsame Hobby-Kollegen sind wir Geocacher ja gewöhnt, die Begegnung mir einer anderen Art jedoch ist zunächst ungewohnt. Naja, immerhin gehen wir unserem Hobby zum Teil ja in einem ähnlichen Bereich nach, im Wald. Und da haben wir auch schon den Anknüpfungspunkt!

Aber von Anfang an. Rein in die Messehalle 3, Stand gesucht und gefunden, Licht an und los! Moment mal. Da stand tatsächlich ein echter Messestand. Mit Roll-Up, Bannern, schöner Dekoration, einer Info-Theke, Stehtisch und allem, was einfach dazugehört. So etwas hat es in den vergangenen Jahren nie gegeben! Professionell bis in das kleinste Detail.

Zusammen mit Markus Gründel (Schlumbum) und Gabriele Drogies (Gaby63) durfte ich (Schwarztaucher) am ersten Tag der Messe auf die Pirsch nach informationsbedürftigen Waldnutzern gehen. Und die kamen – angelockt vom Messestand und von den Keksen, die Markus aus Hannover mitgebracht hatte – tatsächlich auf uns zu, allein und in kleinen Rudeln.

Im Vergleich zu den vergangenen Jahren hat sich mittlerweile wohl herumgesprochen, worum es beim Geocaching geht. Die Weidmännische Presse hatte unsere Zielgruppe allerdings hauptsächlich auf Sonderfälle vorbereitet. So wussten viele Jäger zu berichten, dass sie ja verklagt würden, wenn sie einen Cache aus dem Revier entfernen würden. Doch erst einmal am Stand, konnte der Dialog im direkten Gespräch auch gleich beginnen. So kamen häufig glich problematische Fälle zur Sprache, die mit Geocaches an kritischen Stellen zu tun hatten. In den meisten Fällen war allen damit geholfen, die Möglichkeiten zu klären, wie man mit Cache-Ownern in Kontakt treten kann, um Problemlösungen auf kleinem Dienstweg zu erwirken. Die Art des Informationsrituals war dabei ebenfalls häufig gleich: Aufgeregter Grünrock kommt an den Stand, lässt ein wenig Dampf ab um anschließend informiert und beruhigt den Stand zu verlassen. Vielleicht mit dem Gedanken: „Die Geocacher sind ja gar nicht so doof, wie gedacht!“ Da kann ich nur erwidern: „Die Grünröcke auch nicht!“

Mein Fazit: In zahlreichen Gesprächen haben wir die Annäherung an die Jägerschaft geprobt und erreicht. Die Hemmschwellen konnten dabei auf beiden Seiten heruntergeschraubt werden. Konkrete Fragen wurden gelöst und Fremdheit zwischen den Waldbenutzern abgebaut. Und Spaß hat es auch noch gemacht.

Links:
Beitrag von Ehnator: Geocacher suchen den Dialog mit Jagd und Forst

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