16 Dosen  finden und loggen? – Kinderkram!
16 Dosen innerhalb von 24 Stunden finden und loggen? – Kein Problem!
16 Dosen in 16 verschiedenen Bundesländern innerhalb von 24 Stunden finden und loggen? – 
Nun wird es interessant, denn genau das fordert dieser Cache!

16 Bundesländer an einem Tag !
http://goo.gl/EdOMr  (GC2NMA8)

Als sich eines Tages hier im Forum eine Frage hinsichtlich dieser, zugegebenermaßen „etwas“ verrückten Idee fand, war sehr schnell klar: Es gibt ausreichend Verrückte, die sich dieser  Herausforderung stellen würden. (Aber hatte ich da jemals dran gezweifelt? NEIN! Darum habe ich ja auch gefragt!)

So fand sich mit S´uschi, MissMarple02, Tronje the Falconer, Tillimaus, Überholspur, Omega1974, Mulder, einem Teil der pinken Erbengemeinschaft  und dem Spürhasen ein Team um zu testen, wie lange es Geocacher ohne Schlaf aushalten.
Nach den ersten Abstimmungsgesprächen konnte die Detailplanung starten. So wurde ein erster Entwurf der Reiseroute mit den speziellen Wünschen der Reiseteilnehmern abgeglichen.  
Nur Autobahn-Leitplanken-Tradis abzugrasen wäre ja auch zu einfach. Also sollten nun auch noch möglichst viele verschiedenen Cachetypen gesucht und natürlich gefunden werden!
Nun ja, Deutschland kennt man ja schon etwas, so wurde die Reiseroute noch auf umliegende Nachbarländer ausgedehnt. Ziel war es, zusätzlich an einem Tag auch in 5 verschiedenen Ländern aktiv und erfolgreich zu sein. So wurden dann neben den Dosen in Deutschland auch welche  in den Niederlanden  und Belgien und Luxemburg und Frankreich eingeplant. 

Ein wenig Geocaching-Geschichte  sollte auch dabei sein. Also wurde der erste Geocache in Deutschland (First Germany / GC77) in Brandenburg vorgesehen, neben Tradis, Multis, Mysteries, Earthcache, Virtual, einer WebCam,  Letterbox und einem Wherigo.
Die Routenplanung wurde also konkret, ein Cache-Mobil gechartert und natürlich auch das Catering sichergestellt. Neben Kuchen, einer ganzen Menge an Süßkram waren neben etlichen toll belegten Brötchen auch 50 super leckere Frikadellen an Bord. (Die haben vielleicht einen Duft verströmt! Erst aus der Kühlbox, dann aus dem Cac…..! O.k. die Details möchte ich Euch ersparen.) Natürlich sollte auch eine Menge Hai-Täk-Equipment an Bord sein, um die Außenwelt auf dem Laufenden und uns unterwegs notfalls mit Plan B, Plan C, Plan D , usw. versorgen. (Das eine Autoelektik so was mitmacht, ist echt erstaunlich. Jedesmal, wenn wir das Cachemobil abgestellt haben, betete ich, dass es auch wieder anspringen möge)
Die Meinung einiger Außenstehender war nicht immer sehr optimistisch. 

 

  • „Das klappt doch  nie“,
  • „Ihr seid bekloppt“, 
  • „Da ist doch Ferienbeginn, da gibts Staus ohne Ende“ usw. 
     

Alles echt aufmunternd!  
 
So rückte der Tag der Tage immer näher und die Spannung stieg. Gegen Mittag wurde das Cachemobil geentert und mit leichter Verzögerung ging es um 15:45 Uhr von Scarhem  los in Richtung der Niederlande. Kaum auf der Autobahn – der erste STAU! Das geht ja gut los. (Wir konnten ja nicht ahnen, dass dies auch der letzte für die ganze Tour sein würde!) Aber noch waren wir ja nur auf der Anreise zum offiziellen Starpunkt der Herausforderung. Die sollte um Mitternacht im Saarland mit dem Wherigo starten. Unterwegs sollte die erste Dose in Deutschland gehoben werden. Und wie sollte diese heißen? Klar „Unser Erster“ (GC246GZ). Nun nur noch schnell die Beneluxstaaten und Frankreich erobert um dann, um 0:16 Uhr im Saarland Wherigo zu knacken. Nun tickte die Uhr erbarmungslos!

Es lief wie am Schnürchen. Nach Rheinland Pfalz, Hessen, Baden Würtemberg ging es weiter gen Osten. Endlich ging auch irgendwann die Sonne wieder auf und mit tollen Bildern eines heraufziehenden Morgens ging es, nach einer Stärkung im Restaurant zu goldenen Möwe, weiter in Richtung Leipzig, wo vom Messeturm eine Webcam auf uns herabsah. Und unterwegs: Frikadellen, Brötchen, Frikadellen, Brötchen………!

Kurzfristig wurde es  aufgrund eines defekten KFZ-Zigarettenanzünder-Verteilersauch mal richtig hitzig im Auto, der aufgrund der 9 Handys, 1 Laptop, 1 TomTom und eine Kühltasche die Rundfahrt nicht mehr fortsetzen wollte. (O-Ton: Sach mal, was qualmt hier so???)

Nun ging es auf Berlin und Brandenburg zu, wo zuerst  in einem Geo-Post-Office eine Postkarte an einen der Cacher aus der näheren Umgebung abgeschickt wurde. Dann war also mit „First Germany / GC77“ ein besonderer Cache an der Reihe. Wir begannen gerade die komplizierten Aufgaben aus dem Listing zu analysieren, dahatte bereits die weibliche Intuition die Dose gefunden. Es ist schon klasse zu sehen, dass sich darin immer noch alle Logbücher befinden. Ein besonderes Gefühl!

 Das Team bei GC77

Nach und nach wurde die Dosen in  Mecklenburg Vorpommern, Hamburg,  Niedersachsen und Bremen geloggt. 
Es muss schon immer ein klasse Bild und für außenstehende verwirrendes Erlebnis gewesen sein, wenn an den “Haltestellen” ein 9-Personen-SWAT-Team aus dem Bus fiel, etwas suchte, irgendwas irgendwo rein schrieb, ein paar (Beweis-)Fotos machte, dann wieder blitzartig im Bus verschwand und abrauschte. 
Nun fehlte nur noch eine Dose im Heimatland und die Mission wäre erledigt. Dann wurde um 21:14 Uhr die letzte Dose gesucht und GEFUNDEN! Somit hatten wir für die 16 Bundesländer die 24h-Grenze locker unterschritten! MIssion completed!
Der Weg zurück Richtung Heimat war  dann wieder recht entspannt.

Jeder Kilometer hat  letzlich seine  eigene Geschichte, aber die schönsten waren die letzten 5km! Wenn man mit FREUNDEN zusammen sitzt und gemeinsam die Dosenfischer Songs anstimmt, das kann einem keiner nehmen! 

Um 22:08 Uhr war Scarhem erreicht und im Rahmen eines kleinen CITO wurde das Cachemobil aufgeräumt. 

Alles in allem waren wir über 30 Stunden “on the road”, haben dabei 2395 km abgerissen und sind, während der Fahrt eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 98,6 km/h gefahren.
Und so ging eine verrückte  aber tolle Aktion zu Ende! 

Wenn man mich heute fragt, ob ich dies nochmal machen würde:  

Mit DIESEM Team immer! 

Spürhase

 

Die Route:

Die Route

Bilder: Tronje the Falconer / Spürhase

 

 

 

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