Am vergangenen Wochenende konnte ich ein paar Runden durch Hamburg drehen. Los ging es mit dem TB-Schlosshotel an der Raststätte Stillhorn Ost. Fein gearbeitet und schön dreist – so liebe ich es. Fast 2.000 blaue Schleifchen sprechen an dieser Luxusherberge für sich. Nicht ganz so luxuriös aber dafür stadtnah war unser Hotel. Der ideale Ausgangspunkt für den Multi „Hamburgs Altstadt – ein kleiner Stadtrundgang„. Zusammen mit Gast-Cacher Hans-Peter konnte ich interessante Details der Hamburger Geschichte erwandern. Unsere erste Runde. Unterwegs konnten wir noch zwei Mädels, die sich als Muggels getarnt hatten, das Logbuch eines Tradis aus den Händen reißen.

ElbtunnelUnsere nächste Runde führte uns dann in den Stadtteil St. Pauli. Hier wollten wir kurz erkunden, wo der Start für unsere Sonntagsrunde sein sollte. Ein Tradi unter der Elbe motivierte uns dann zu einem Abstecher auf die andere Hafenseite. Und ich muss sagen, der alte Elbtunnel hat schon einen ganz besonderen Charme. Ein Traum in Technik und Kacheln. Am Wochenende ist es kaum vorstellbar, dass sich hier früher die Blechschlangen hindurchgeschlängelt haben. Auf der anderen Seite der Elbe wurden wir dann mit einem tollen Panorama-Blick belohnt.

HHPanorama

Weiter zur Reeperbahn. Schließlich wollten wir schon mal sehen, wo es am nächsten Tag auf die 21-Kilometer-Runde gehen sollte. Gesagt, gelatscht! Kaum angekommen war uns klar, dass wir Geocacher nicht die einzige Truppe waren, die an diesem Wochenende Hamburg unsicher machen sollten, denn es waren Hamburger Harley Days. Und ganz ehrlich, so viele Harleys auf einem Haufen – nebst der dazugehörigen Besatzung – habe ich noch nie gesehen und vor allem wummern gehört! Tolle Stimmung und volles Röhren in der ganzen Stadt. Noch schnell den Start inspiziert, nach der Pizza am Großneumarkt noch ein Döschen gehoben und ab ins Hotel – schließlich wollten wir am nächsten Tag doch ausgeschlafen eine längere Runde antreten.

Shirt

Nach dem Frühstück hieß es dann am Sonntag: Rein in die Lauf-Klamotten und mit der U-Bahn zum Start. Welche U-Bahn? Die, in die alle mit kurzen Hosen, Sporttasche und Laufschuhe einsteigen. An der Reeperbahn auch schon um kurz nach Neun super Stimmung.

Laufer

Über 6.000 Läufer hatten sich hier bereits versammelt, um gemeinsam mit uns auf die „Piste“ zu gehen: Start: Reeperbahn, Ziel: Rothenbaumchaussee.

Dazwischen: Königstraße, Max-Brauer-Allee (Altonaer Rathaus), Palmaille, Breite Straße, St. Pauli Fischmarkt, St. Pauli Hafenstraße, Bei den St. Pauli Landungsbrücken, Helgoländer Allee, Millerntorplatz, Reeperbahn, Königstraße, Max-Brauer-Allee (Altonaer Rathaus), Palmaille, Breite Straße, St. Pauli Fischmarkt, St. Pauli Hafenstraße, Bei den St. Pauli Landungsbrücken, Johannisbollwerk, Vorsetzen, Baumwall, Otto-Sill-Brücke, Kajen, Hohe Brücke, Bei dem Neuen Krahn, Bei den Mühren, Zippelhaus, Dovenfleet, Willy-Brandt-Straße, Deichtorplatz, Wallringtunnel (Ost), Ferdinandstor (West), Kennedybrücke (Süd), Wendepunkt/Fahrbahnwechsel, Kennedybrücke (Nord), An der Alster, Schwanenwik, Eduard-Rhein-Ufer, Schöne Aussicht, Fährhausstraße, Herbert-Weichmann-Straße, Langenzugbrücke, Sierichstraße, Maria-Louisen-Straße, Agnesstraße, Fernsicht, Krugkoppelbrücke, Krugkoppel, Harvestehuder Weg, Abteistraße. Oder kurz: Ein 21-Kilometer langes Läufchen durch schöne Hamburger Ecken.

Meine Taktik: Immer hinter der kleinen Blonden her, die den Luftballon mit der Zielzeit 1:45 in der Hand hielt. Das hat übrigens geklappt! Bei bestem Laufwetter, Temperaturen um die 19 Grad und trocken, habe ich es tatsächlich geschafft, in den kurzen Sonnenabschnitten einen Sonnenbrand auf der Schulter einzufangen. Egal! Unterwegs eine wilde Mischung von Gefühlen und Gedanken: „Gleich überhole ich die Pace-Frau“, „Nee, reicht wenn ich dranbleibe, tut eh schon weh im Oberschenkel“, „Durst, mal beim Hella-Stand anhalten“, „Mal langsamer, gleich kriege ich einen Krampf“, „Jetzt geht es wieder, aber in der Sonne ist es ganz schön heiß“, … Das Ergebnis: Nach offiziellen 1:44:45 im Ziel. Die Ballon-Frau war zwar schneller, die ist aber auf die Bruttozeit gelaufen. Puh! So konnte ich mein geheimes Ziel doch noch verwirklichen.

Zielzeit

Am Ziel: Zwei glückliche Paderborner, die es sich beim Halbmarathon mal so richtig gegeben haben! Übrigens, Ihr Hamburger Geocacher, mein Laufshirt wurde unterwegs nicht einmal discovered. Wo wart Ihr?

Finisher

Fazit: Ein tolles Wochenende in Hamburg, mein erster Halbmarathon und eine weitere Stufe meines persönlichen Plans für 2013.

%d Bloggern gefällt das: