Im August hatte mich die Kaulaner-Familie bereits mit an die Nordsee genommen. Klasse Tage waren das. Die Location, das Wetter, die Stimmung… ich hatte Euch davon ja bereits erzählt. Zurück in Paderborn hörte ich dann von einem Event, welches jedes Jahr an der Nordsee stattfindet. Petling Weitwurf und das ganze sogar als Universumsmeisterschaft. Da wollte ich unbedingt hin. Schnell war auch eine Mitreisegelegenheit gefunden. Ein paar hilfsbereite Hände wollten mich mitnehmen. Dazu ein fährtenlesender Spürhase, ein Zahn samt eines Damen-Trios vom Grill und ein Mann stark wie ein AllisonV12-Motor begleiteten uns. Und viele weitere bekannte Gesichter trafen wir.

Am Freitag ging es los. Die Mädels erzählten was von einem Griechen. Sicherlich ist Griechenland ein schönes Land, aber wollten wir nicht in den Norden? Ich schüttelte den Kopf und machte es mir im Auto bequem. Ich war bereit, egal ob es nun in den Norden oder Süden ging. Und mit einem Spürhasen am Steuer… der findet schon die richtige Fährte. Auf der Fahrt hatten wir die Sonne im Rücken. Soso, die beiden wollten mich wohl ärgern. Ich entspannte mich und sah zu, wie die obligatorischen Cacher-Zwischenstops organisiert wurden. So langes Sitzes ist ja auch nicht gesund und so vertraten wir uns allesamt zwischendrin die Beine. Das machte ganz schön hungrig. Aber das Abendessen war schon nicht mehr fern. Im hohen Norden angekommen, checkten wir in unsere Suiten ein und fuhren dann zum… ja tatsächlich… zum Griechen. Ei der daus, da gab’s leckeres Essen! Und von allem so reichlich, dass ich froh war, dass ich anschließend getragen wurde. Passend zu dem vollen Gefühl im Magen, gingen wir noch den Dicken besuchen. Wohl ein wahrer Promi der berschaulichen Stadt Bredstedt.

Hinter uns die MS Adler V Sicherer Aussichtsplatz am Bug der MS Seeadler Reges Treiben hinter dem Bullauge

Samstag morgen ging es dann los. Im Schlüttsieler Hafen warteten bereits die beiden Schiffe, mit jeder Menger Cacher an Board auf das Ablegen Richtung Amrum. Von Händen getragen, ging es an Board der MS Seeadler. Mit Decken konnten wir es uns kuschelig machen. Aber eigentlich war dafür gar keine Zeit. Ständig gab es was zu sehen und zu machen. Mit Möwengeschrei ging es aus den Hafen. Die Fotografen schwungen ihre Linsen in die Luft und knipsten das rege Treiben auf Deck, unter Deck, in der Luft und in ein paar Metern Entfernung. Und da Fotos von vorne einfach schöner werden, fuhr die MS Adler V auch ständig hinter uns, der MS Seeadler, her. 😉 Neben den vielen aufgeregten Gesichter, gab es auch noch jede Menge andere Fotomotive. So fuhren wir ganz dicht an einer Sandbank vorbei, wo jede Menge Seehunde, Robben und Vögel den Tag genossen. Noch mehr Tiere gab es während der Fahrt am Heck des Schiffes. Wo uns ein Ranger vieles über die einheimischen Tiere erzählte. Dafür hatten sich ein paar Bewohner des Meeres zu uns gesellt. Da soviel Rampenlicht anstrengend ist, verabschiedeten sie sich schließlich wieder und wurden teilweise sogar einzeln von den Kindern wieder zurück ins Meer gebracht. Was ein Service. Neben soviel Wissenwertes, wurde aber auch das Glück gefordert. Bei einer Verlosung griff eines, der mich begleitenden Hände, genau nach dem richtigen Zettel und so konnten wir ein paar der begehrten Steuerrad-Geocoins ergattern. Das Losfieber ging weiter und so gab es schließlich viele vor Glück grinsende Gesichter auf dem Schiff. Bei all dem Trubel wurde natürlich auch nicht das Loggen vergessen. Bevor es an Land ging, wurden dann noch die Petlinge verteilt und so verging die Fahrt ruckzuck.

Bloggy blickt auf die Sandbank Bloggy hört und staunt bei der Lektion über die Meereswelt Welches Los darf's denn sein?

Kaum an Land schwärmten die Cacher in alle Richtungen aus. Cachen, Munzeen, Fahrradfahren, Petlingwerfen,… Ein reges Treiben herrschte nun auf der Insel. Während meine Begleiter ihre Zweiräder ausliehen und startklar machten, begegnete ich noch einem netten Cacher, der sagte, dass er der Sandman sei und aus Schwerin komme. Von Sandmann zu Sandmann unterhielten wir uns kurz. Da ich nun schon seit einiger Zeit um die Welt reise und davon berichte, komme ich garnicht mehr dazu, meiner alten Profession nachzugehen. Er aber wohl auch nicht mehr. Nur gut, dass es noch mehr Sandmänner gibt.

Bloggy vor den Universumsmeisterschaften Ein Petling im Sand Weit ging's. Die Petlinge warten auf ihre Vermessung.

Nach dem kurzen Plausch waren die Eisenrösser gesattelt und es ging los, die Insel erkunden. Auf der Westseite der Insel fand der Petlingweitwurf statt. Als wir dort ankamen, steckten im herrlichen Sand bereits die ersten Petlinge. Ständig nahm ein Cacher nach dem anderen Anlauf, holte aus…und dann hörte man Uuuhhhs und Aaahhhs. Anerkennung, Klatschen, und wenn ein Wurf mal die Kurzstrecke erprobte, hatten alle dennoch ihren Spaß. Die offene Klasse sorgte wieder für großes Hallo: Fußbälle, Kanonen und Hunde kamen zum Einsatz. Lediglich die Matjesbrötchen zur Bestechung der Möwen gab es erst nach dem Contest am Anleger. Während das bunte Treiben am Strand weiter ging, entschlossen wir uns, die Insel ein wenig weiter zu erkunden. Nicht wenige Cacher nutzen die Gelegenheit zum gemeinschaftlichen Budeln im Sand. Da ich meine Förmchen jedoch nicht eingepackt hatte, die Fahrräder aber frisch aufgepumpt waren, zog es uns weiter in den Norden der Insel. Von einer Düne hatten wir einen tollen Blick auf die sandige Natur der Insel und den Leuchtturm. Dort nutzten wir die Bänke zu einer leckeren Stärkung und beobachteten die dort suchenden Cacher. Die drei Damen vom Grill beschwerten sich übrigens über den zu schwachen Wind, der überhaupt keinen Salat auf den Boden wehte. Viel zu schnell verging die Zeit und so konnten wir schließlich nur noch wenige weitere Dosen auf der Insel finden, bevor es schon wieder zurück zum Hafen ging. Dort warteten bereits die sehr beliebten und begehrten Fischbrötchen. Gerne wäre ich länger geblieben und so hatte ich mir einen Trick ausgedacht. In der Zwischenzeit hatten ein paar Klabauter klammheimlich für mich die MS Seeadler versteckt. Selbst der Herr Schweigert hielt dicht und lenkte mit Durchsagen über die Heimfahrt der MS Adlver V Richtung Schlüttsiel und Nordstrand ab. Beinahe ging mein Plan auf. Doch Cacher sehen auch Verstecktes und so huschten alle in letzter Sekunde an Board. Schade. Aber eins ist gewiss. Heute ist nicht alle Tage. Ich komme wieder, keine Frage.

Der Weg auf die Düne. Blick von Düne 2 Fahrradtour

Auf dem Rückweg herrschte noch immer die Aufregung des Tages. Es gab vieles zu erzählen und andere nutzten die Gelegenheit, um etwas zur Ruhe zu kommen. Denn der Tag war noch längst nicht zu ende. Nach dem Anlegen in Schlüttsiel ging es für die Meisten noch zur After-Party in das alte Heizwerk. Auch ich stärkte mich mit leckerem Gulasch und Nachtisch – die Löffel gab es sogar in meiner Größe. Äußerst praktisch. 🙂 Nach dem Essen wurden die Sieger verkündet und der FieseFriese bekam als Dankeschön für all seine Arbeit ein riesiges Steuerrad überreicht – vom Teufel höchstpersönlich. Das alte Heizwerk hat ein tolles Ambiente, ist schick herausgeputzt. Aber etwas eng war es doch, selbst für mich kleinen Mann. Und die Musik im Nachhinein fand nicht bei allen großen Anklang. So verkrümmelten wir uns dorthin, wo wir wußten, dass es gemütlich und lecker ist – zum Griechen! 🙂 Als wir dort ankamen, gab es bereits eine lange Tafel an Cachern, die dort ihre eigene After-Party gemacht hatten. Wir gesellten uns hinzu und die Tafel wurde ständig erweitert. Nach und nach kamen immer mehr Cacher. So klang der Abend fröhlich aus, mit griechischen Essen, internationalen Getränken – sogar Ginger Ale soll es dort geben 😉 – und vielen amüsanten aber auch informativen Gesprächen.

Ein toller, unvergesslicher Tag, der viel zu schnell um ging, endete…allerdings noch nicht ganz. Denn es ging für mich schon wieder weiter in das nächste Abenteuer. Davon erzähl ich Euch dann beim nächsten Mal!

Viele Grüße in die Heimat von Eurem Bloggy!

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