Ein Wochenende nach Ostern machten sich ca. 30 Geocacher nicht auf Eiersuche, auch nicht auf Suche nach einem Geocache, sondern auf Müllsuche. Das alljährliche Paderborner Frühjahrs-CITO fand erneut im Gebiet Auf der Lieth-Im Goldgrund-Kraukenberg statt.

Wie bereits letztes Jahr hatte Groundspeak auch dieses Jahr wieder ein CITO-Souvenir angekündigt, welches man sich nur an einem Wochenende im Jahr verdienen konnte. So wurde die Zeitplanung für das Paderborner CITO dem Termin angepasst. Erneut fiel dadurch das CITO auf Ende April. Letztes Jahr war die Natur zu dieser Zeit in unseren Gefilden noch nicht weit. Perfekt zum Aufräumen. Doch dieses Jahr hatte die Natur bereits Zeit zum Wachsen gehabt. Und das sah man allerorts vor allem an hohem Gras, was die Schwierigkeit der Müllsuche natürlich erhöhte.

Als weiteres Handicap wollte sich dieses Jahr das Wetter zeigen. Die sonnige Glückssträhne der Jahre zuvor brach ein und ließ die Orga die Tage zuvor bibbern. „t minus 1.“ Am Tag zuvor „schüttete es aus Kübeln“ und gewitterte. Doch am Sonntag zeigte sich das Wetter von seiner zwar immer noch grauen aber dafür trockenen Seite. Die Natur und der umherliegende Müll waren „frisch geduscht“ und warteten auf die fleißigen Sammler. Diese kamen trotz des widrigem Wetters von nah und fern.

Nach der obligatorischen Einführung („The same procedure as last year.“) ging es in Gruppen weiter. Dabei kam wieder einiges zusammen. Die obligatorischen Autoreifen (sowohl in Originalgröße als auch in Spielzeuggröße) waren wieder dabei. So auch andere Autobestandteile…für ein komplettes Fahrzeug fehlten aber doch noch ein paar Teile. Jede Menge Kanister, ein Barhocker, ein vertrockneter Weihnachtsbaum, eine Baustellenlampe, ein altes, klappriges, kaputtes Fahrrad, ein KFZ-Kennzeichen und säckeweise Flaschen und anderer Kleinkram. Als herausragende Kuriosität konnte man dieses Jahr sicherlich einen riesigen rosa Teddybär bezeichnen, der eine Botschaft auf seiner Brust mit sich mittrug. Zusammen mit dem anderen gesammelten Müll saß er schließlich geknickt am Ende des CITOs auf dem Sammelplatz am Wegesrand.

Während sich alle fleißigen Bienen langsam wieder einfanden, wurde viel diskutiert und geredet…so viel, dass der Wechsel in die warme Stube den Cachern gar nicht leicht fiel und sich etwas hinauszögerte. Schließlich waren warme Getränke und leckerer Kuchen aber doch so verführerisch, dass die Meisten nach und nach im Haxter Park einschwirrten. Dort ging das bunte Event-Treiben munter weiter. Erst am Abend klang der schöne CITO-Tag langsam aus.

Wenn auch nicht ganz so viel Müll wie im letzten Rekord-Jahr zusammen kam, war das CITO dennoch ein Erfolg. Denn es kam trotz widriger Bedingungen mehr Müll zusammen, als man vermuten möchte. Wie schnell eine Gegend doch wieder mit Müll belastet wird, ist erschreckend. So bleibt einerseits das gute Gefühl, etwas getan zu haben, wenngleich auch immer der pfade Beigeschmack bleibt, dass man als Don Quijote gegen Windmü(h/l)len ankämpft.

Bevor wir die letzte Anekdote des Tages verraten, möchten wir uns besonders bei drei Personen bedanken. Zum einen bei den Starpoints *, die uns mit ihrem Anhänger tatkräftig beim Sammeln unterstützten und dafür sorgten, dass wir dieses Jahr ohne große Schlepperei mit einem Sammelplatz auskamen. Und zum anderen bei pb-busy, der im Anschluss vom CITO noch einen Umweg in Kauf nahm, um das gültige KFZ-Kennzeichen bei der Polizei abzugeben. Auch wenn wir hier wenige hervorheben…so gilt unserer Dank doch allen, die Wind und Wetter getrotzt haben und das Event zu dem gemacht haben, was es war. Vielen Dank!

Und nun noch die versprochene Anekdote: Der Anblick des rosa Teddybärs muss so herzerweichend gewesen sein, dass er scheinbar ein neues Zuhause fand…so war er bereits am Abend verschwunden. Wir wünschen ihm ein glückliches neues Zuhause!

%d Bloggern gefällt das: