Hallo Cachergemeinde!

Verschiedene Erlebnisse und Gespräche haben mich in jüngster Vergangenheit etwas nachdenklich gemacht und ich möchte hier einige Gedanken zur Diskussion stellen. Wer mich kennt, der weiß: Ich bin kein „Öko“ und wahrscheinlich auch kein Freak, deshalb hoffe ich hier im Forum auf eine sachliche und kritische Auseinandersetzung mit unserem Hobby. Schön wäre, wenn sich aus der Diskussion hier einige Ansatzpunkte und Projekte für die Welt da draußen ergäben.

In Vorbereitung auf ein CITO habe ich kürzlich Kontakt aufgenommen zum Umweltamt und hatte ein ernstes Gespräch über Geocaches z.B. in Naturschutzgebieten. Reviewer geben teilweise Caches frei, die direkt vom Weg aus zu greifen sind – aber streng genommen darf gar kein „Fremdkörper“ zum Verbleib ins Naturschutzgebiet eingebracht werden… Wer von uns kann denn beurteilen, ob in dem „toten“ Baum nicht einige der streng geschützten (weil vom Aussterben bedrohten) Ameisen-Bohr-Rüsselkäfer leben? Und jetzt grabbeln da im Stundentakt die FTF-Jäger… Ganz abgesehen von der Koordinatengenauigkeit, die wohl schon jeden von uns in den Wald hat laufen lassen, obwohl das Döschen quasi unter der Ruhebank am Weg platziert war. Wieder eine Cacherstraße mehr, die ersteinmal überflüssig ist und dann unter Umständen auch noch sehr lange braucht, bis sie wieder renaturiert (zugewachsen) ist.

Was ist mit den Nachtcaches? Ich habe erst einige gemacht und war jedesmal voll begeistert: Es ist schon etwas ganz Besonderes, eine gut gemachte Reflektorstrecke zu verfolgen! Aber mal ehrlich: Hat von uns schon mal jemand darüber nachgedacht, was es für Wildtiere bedeutet, wenn mitten in der Nacht und vielleicht auch noch abseits der Wege Gruppen von 3-6 mehr oder weniger lärmender Zweibeiner mit grellen „Taschenlampen“ durch den Wald brechen? Haben wir immer Brutzeiten und -gebiete auf dem Schirm, und sagen uns dann „Nö, den Cache mache ich jetzt nicht, die Tiere brauchen gerade jetzt ihre Ruhe“?

Vielleicht sind diejenigen unter uns bei diesem Thema im Vorteil, die schon mal Aug in Aug mit einem Wildschwein an der Dose standen… zumindest wissen sie, dass wir beim Cachen in der Natur nicht allein sind.

Für den Anfang soll das reichen zur Diskussionseröffnung. Es gibt sicher noch einige Punkte, die uns dazu einfallen können (Versteckauswahl, ungenaue Finalkoordinaten und -beschreibungen, Powertrails durch naturnahe Gebiete, Grobmotoriker, die erst alles umgraben und dann nachdenken etc.)

Ich will daran arbeiten, dass wir einen Umgang mit unserem Hobby pflegen, der verantwortlich mit unserer Umgebung umgeht. Vielleicht habt Ihr ja Ideen, wie wir gemeinsam Gecaching „umweltfreundlich“ gestalten!? Dann klappt vielleicht auch der Dialog mit dem Förster/Jäger/Umweltamt besser…

Ich bin gespannt auf die Diskussion hier!

Tillimaus

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