Ich komme gerade von einem Selbstversuch aus der Bretagne zurück: 1 Woche Fotosafari mit gelegentlicher Dosensuche in einem Land, dessen Sprache man zwangsweise vor rund 30 Jahren in der Schule zum letzten mal probiert hat…
Diese äußeren Umstände schränkten von vornherein die anzugehenden Caches ein: Wegen der Sprachhindernisse fielen Multis und Ratehaken weg, wegen der wartenden Fotomeute und gewisser motorischer und Equipment-Defizite sollten es nun auch nicht gerade T5er werden…
Ich lud mir also eine Pocketquery aufs GPS mit den Spezifikationen „Tradi, Earthcache, D- und T-Wertung jeweils unter 4“ – heraus kamen 800 Döschen, mit denen ich die komplette Bretagne abgedeckt hatte (von Saint Malo im Osten bis nach Brest im Westen – immerhin mehr als 200 km Luftlinie)! Zum Vergleich: eine PQ mit denselben Vorgaben reicht von Paderborn gerade mal bis…… Delbrück-Schöning im Westen, bzw. nicht mal Nieheim im Osten – also gerade mal 40 Km! Die Cache-Dichte ist also wesentlich geringer in Aremorica (genau: Das Land von Asterix, Obelix und – Hinkelsteinen!). Das erschwerte natürlich die Foundrate, konnte ich doch nicht „mal eben“ eine nette Serie „ziehen“ wie FRIL1-287 oder die Säulenpest.
Serien gibt es da jedoch auch: Ein eifriger Cacher-Kollege hat sich zur Aufgabe gemacht, nahezu jede der bretonischen Kirchen zu verdosen, ein weiterer führt die Suchenden zu allerlei „Steinen“ (Menhire, Dolmen, Steingräber etc). Der Unterschied zu z.B. „Säulenpest“ liegt aber darin, dass die gezeigten Objekte stets besonders und einzigartig waren – also im besten Sinne sehenswert! Selbst mein einziger „Leitplankencache“ (an einer Holz-“Leitplanke“) war auf einem Parkplatz für einen Aussichtspunkt auf eine malerische Bucht.
Alle von mir besuchten Caches lagen mehr oder weniger direkt auf unserer (Foto-)Tagesroute und wurden daher zufällig angesteuert – also nicht vorher nach Kriterien wie „besonders tolle Gegend/Dose/Kirche“ gefiltert! Dadurch ist meine „Stichprobe“ sicher ein guter Querschnitt der bretonischen Caches.
Die Cacheverstecke und -Behältnisse waren Standard und in der Regel nicht besonders aufwändig (Mauern, Baumwurzeln, etc.). Es wurde mehr Wert auf die Gesamtlocation gelegt – und die war immer Klasse! Im Übrigen auch stets sauber – ich bin an keiner Dose umgekehrt wegen Vermüllung oder ekliger Umgebung! Den sauberen Eindruck hatte ich von der gesamten Bretagne: Herumliegende Essenstüten von der Fastfoodkette oder vom letzten Picknick findet man ebenso wenig wie den ausgeleerten Aschenbecher oder im Wald entsorgte Fahrräder/Kühlschränke/Autoreifen.
Fazit: Die Bretagne ist nichts für Statistik-Cacher aber gut geeignet für kulturhistorisch interessierte Cacher – gern auch mit Kindern!

Wie sind Eure Erfahrungen mit „Geocachen im Ausland“? Schreibt doch auch mal einen Bericht – jetzt in der Urlaubszeit seid Ihr ja auch in der Welt unterwegs (ich sach nur: T5-Cachen auf Amrum….)

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