Na da habe ich mir ja wieder mal was vorgenommen. Da ich – aus Gründen – in der Bundeshauptstadt verweilen sollte, wollte ich doch gleich mal meine Statistik pimpen. Die Ostgrenze für meinen östlichsten Fund sollte verschoben werden, viele Tradis, und, und, und… . Die entsprechende PQ war bereit.

Also statt im Apartment ausruhen, ab nach Osten. An der Janowitzbrücke vorbei mit Entdeckergeist. Hinter der Gewerkschaftsbude von ver.di sollte es sein. Genau an der Stelle, wo ein Profi-Muggel in Clochard-Verkleidung sich niedergelassen hatte. Glückwunsch! Mein Trost: Der Spree-Spaziergang in der Abendsonne war nach dem langen Reise- und Veranstaltungstag ein echter Segen und nicht mal mit der scharzen American-Express bezahlbar. Man kann ja auch einfach mal so durch Berlin lustwandeln, meldet mein Großhirn, „Spinner!“ kontert das Kleinhirn und lässt meine Finger das GPS-Gerät wieder einschalten.

Jetzt führt mich der Pfeil auf eine ausgesprochen belebte Insel zwischen Saturn und Alex. Das Döschen hatte ich schnell, und da trifft mich fast der Schlag. Eine Stunde vorher war ein gewisser „Tillimaus“ vor Ort, verrät das Logbuch. Die Welt ist ein Katzenklo. Grüße in die Heimat. Meine Nachfolger am Cache hatten es etwas schwerer, denn schließlich hatte ich die Filmdose ja noch in sicherer Verwahrung. Die Übergabe war dafür um so lustiger.

Trotz vieler Kisten auf der Karte verlief der Abend dann doch ganz anders, hier nur einige kurze Stichworte: Essen, Icetee aus New York, Muschi Obermaier auf Empfehlung und eine wirklich beeindruckende „Weinstube“, die ich später noch anhand des Tracks recherchieren muss. Schließlich Bett und Sofortschlaf. Berlin, TFTN! Thank you for the night!

Kaum eingeschlafen war ich auch schon wieder wach. Neuer Plan: Gepäck zum Bahnhof und wieder auf Dosenjagd! Gesagt, getan, schon konnte ich bei Angelas U-Bahn loggen. Bei den nächsten drei Dosen kann ich schon mal einen DNF anmelden. Nennt es Blindheit, nennt es Muggelalarm oder sonstwie. Ich nenne es Frustration. Diesmal waren sich beide Gehirnteile einig: Kaffee & Hunger! Also ab in die nächste Seitenstraße und Augen auf. Den nächsten Laden nehme ich. Hm. Aber jetzt. Was steht dran? „Boese Buben Bar“ und „Wir rauchen für den Weltfrieden“. Was ist drin? Das gemütlichste Cafe, das ich bisher in Berlin gefunden habe mit wandhohen Bücherregalen und netten Leuten. Und einem sensationell guten Frühstücksbufett für 5,50 Euro. Was steht draussen? Mein Tisch in der Morgensonne. Schon nach dem ersten Biss in das Brötchen, das hier Schrippe heißt, versöhnt meine verletzte Cacherseele. Nach nur zehn Minuten habe ich meinen inneren Frieden gefunden. Das ist der metropolitane Hauptstadthimmel. Dosen, ruhet in Frieden! Beenden der Navigation und Rückmarsch zum Hauptbahnhof. Als dort auch noch ein Chor durch die Stahlkathedrale klingt, bekomme ich eine Gänsehaut. Und kurz darauf schlummer ich schon im ICE.
Heimweg. Ruhe. Freude.

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