Ein neuer Wherigo (Haxterberg Mountainbike Challenge) – Owner paphko hatte ihn schon angekündigt – und das in meiner direkten „Homezone“. In den Logs und bei Twitter waren schon abenteuerliche Geschichten über Menschen und Material zu lesen. Die Mund-zu-Mund-Propaganda lief und die Legendenbildung hatte bereits begonnen. Da muss ich hin! Hier die Geschichte meinem Höllenritt!

Der Vortag
Irgendwie muss man doch vor Ort mal erkunden, wo die Strecke herführt. Also machte ich mich am Vortag als Jogger verkleidet auf. Mann geht es da hoch und runter. Ganz ehrlich, bei mir kamen Zweifel auf, ob ich diese Strecke mit meinem Trekking-Rad angehen sollte. Die letzten vier Kilometer blieben mir bei der Lauf-Erkundung zudem verborgen, da es dunkel wurde (21:30 Uhr) und ich zurück zum Auto musste.

Der Renntag
Morgens noch eine kleine Trainingsrunde mit dem Hund an meiner Mun-Box gedreht und das Bike – im Rahmen seiner Möglichkeiten – für teilweise geeignet befunden. Meine Frau verabschiedete mich mit den Worten: „Brichst Du Dir einen Arm, breche ich Dir den anderen!“ Nett!

Das Rennen
Ok, Oregon am Lenker befestigt, iPhone in der Hosentasche, das gelbe Trikot vergessen – egal! Gespannt rolle ich vom Parkplatz zum Start. Und dann ging es auch schon los: Tütelüttütüüüh – das Startsignal. Die Uhr läuft! Adrenalin pur. Bereits nach 200 Metern hätte ich mich fast „auf die Fresse gepackt“, weil meine dünnen Reifen auf Schotter bei Spaziergänger-Ausweichmanövern wohl doch eher ungeeignet sind. Mit dieser Erkenntnis wurde die Rennstrategie um den dauerhaften Einsatz der Hinterradbremsen auf Abwärtsgefällestrecken erweitert. Alles läuft rund, ohne weitere Probleme aber mit geminderter Geschwindigkeit geht es den ersten Singletrail hinunter. Ah, endlich Asphalt. Gaaaaaaaaas! Nach kurzer Speed-Strecke befinde ich mich wieder auf einem Trail.

So könnte ich ewig weiterschreiben, entscheide ich aber für die folgende Kurzvariante: Tempo, joggend schieben, langer, quälender Anstieg, vertrautes Gelände, wieder schieben, ellenlange Abfahrt….. und da steht schon das Pressefotografen-Team in Gestalt des EventMan am Wegesrand.

Restzeit: Fünf Minuten! Für Bummeln ist jetzt keine Zeit! Das Adrenalin aktiviert die letzten Kraftreserven und bei 53 Minuten und 49 Sekunden rolle ich über die virtuelle Ziellinie. Mann, das war knapp!

Das Fazit
Eine klasse Runde, wenn auch anstrengend! Ein technisch perfekter Wherigo. Durchschnittspuls 142, Maximalpuls 168. Falsches Fahrrad, ein Gerät, das nicht dauernd bergab abgebremst werden muss wäre deutlich besser. Ein perfektes Ausdauertraining mit Motivationsfaktor. Keine Sonntagsrundfahrt! Der Anfang eines neuen Hobbys? Vielleicht leihe ich mir mal ein MTBund fahre die Runde noch mal! Eine Zeit, die sich nicht lange in den Top Ten halten wird

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