Am Wochenende wurde in der Nähe von Paderborn endlich ein Heilmittel gegen die weit verbreiteten Dosendepressionen gefunden!

Die Dosendepression ist eine unter Geocachern häufig beobachtete Befindlichkeitsstörung, die besonders häufig in und kurz nach der so genannten „dunklen Jahreszeit“ auftritt.

Symptome der Dosendepressionen sind Such-Unlust, Sofa-Sucht, missmutige Foren-Diskussionen und komische Blog-Kommentare. Als Auslöser der Krankheit werden zu kleine Geocaches ebenso diskutiert wie unnütze Verstecke. Einigkeit über den Auslöser konnte in Fachkreisen allerdings noch nicht erzielt werden.  Wird der Befallene direkt auf seine Krankheit angesprochen, antwortet er misswillig und gibt vor, sich ein neues Hobby suchen zu wollen.

Im selbstlosen Labor- und Feldversuch ist mir am vergangenen Wochenende der Durchbruch in der Krankheitsbekämpfung gelungen. Das Medikament ist so wirkungsvoll wie einfach: Gute Tradis!

Aus meinem geheimen Forschungstagebuch:

Samstag, früher Vormittag. Mit Cachehund Lissi und kompletter Ausrüstung im Auto, um einen Cache auszulgen. „Bing“, ein neuer Cache im Heimatbereich. Auf zum FTF-Versuch am „Urenberg (352m) bei Schwaney„. Fast unberührte Natur. Ein gutes Stück zu gehen. Abenteuerfaktor. Gelände. Ein tolles Versteck. Jawoll, Tradis können doch schön sein! (PS: Sorry OpaTheo!)

Samstag, früher Nachmittag. Mit Pitchbulls und Cachehund Lissi zum Bauernkamp bei Schlangen. Der Cache: Eisenloch! Ein Klassiker der Gelände Tradis in unserer Region. Um es kurz zu sagen: Hier ist „T4“ ernst gemeint. Unter Keuchen, Schnaufen und Schwitzen auf abenteuerlichen Pfaden und Nicht-Pfaden zum löchrigen Cache. Wieder Prima! Ein Natur- und Tradierlebnis der besonderen Art! Hier wird der Cacher Akku erst mal leergezogen und anschließend freudig wieder aufgeladen. Danke an den lochfreudigen Owner, dessen Lukenloch-Multi wir auch demnächst angehen werden! Die Dosendepressionen schwinden!

Sonntag, früher Nachmittag. Die Sucht ist zurück! Also noch so ein schöner Tradi zur Sicherheit. Diesmal sollte es der „Opferstein“ sein. Hier war ich schon mal und habe keinen Zugang zum mystischen Ort gefunden. Diesmal hatte ich mehr Glück und konnte die Reste des abenteuerlichen Weges ausmachen. Ein toller Ort, mitten in atemberaubender Natur! Jaaaaaaaaaaaa! Und dann auch noch der Cache! Ein Regular, gut versteckt und bedeckt! Nach dem Öffnen wäre ich vor Ehrfurcht fast erstarrt, denn neben dem neumodischen Logbuch hat der Owner auch noch das „Originallogbuch“ mit Einträgen von 2003 in den Cache gelegt, um die Geschichte der Dose zu erzählen und lebendig zu halten. „Der Pott wurde von ordentlichen Wanderern bei uns abgegeben. Wir haben ihn wieder zurückgestellt. Eggegebirgsverein Kleinenberg e.V. …. Weiterhin viel Spaß und Gruß an alle Geocacher!“ Mal ehrlich, da muss man als sensibler Cacher doch fast schon heulen! Die Dosendepressionen sind weg, das kann ich Euch wohl sagen.

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