Ich muss schon sagen, Geocaching ist auch aus der Perspektive des Cache-Owners eine aufregende Sache. Gerade ist mein erster Multi-Cache „Bones – Lissis Knochenrunde“ (GC1ZMCE) freigeschaltet, da beginnt auch schon das Bibbern! Tausend Gedanken gehen dem Neu-Owner durch den Kopf:

  • Wird irgendwer das Ding heute wohl finden?
  • Sind die Stationen tatsächlich auffindbar?
  • Habe ich die Koordinaten richtig eingemessen und eingepflegt?
  • Habe ich Denkfehler eingebaut?
  • Hätte ich doch einen Beta-Tester losschicken sollen?
  • Habe ich zu viele oder zu wenige Hints gegeben?
  • … …

Eine gewisse innere Anspannung macht sich breit, die mich beinahe zur Startkoordinate treibt. Was als Kind das „Warten auf“s Christkind“ war, lässt sich heute – fast 40 Jahre später – mit dem „Warten auf den FTF“ simulieren. Und damit nicht genug: Der erste Finder muss auch noch im Internet loggen, wenn man ihm nicht im Wald auflauern will, nur um eine gewisse Beruhigung in der Nähe des Finals zu erhaschen. Es gilt sich also in Geduld zu üben. Nicht die leichteste Übung.

Um kurz vor 21:00 Uhr dann die Erlösung. Bing, eine Mail geht auf dem iPhone ein. Klicken, schieben, lesen: „[LOG] Owner: XXX found Bones – Lissis Knochenrunde (Multi-cache)“. Es geht scheinbar. Beruhigung pur!