Baumbiss

Bisher habe ich die Warnung, die mir mein iPhone beim Start des Programms „Geocaching“ ausgibt einfach überlesen:

Achtung: Geocaching kann gefährlich sein! Du übernimmst alle Risiken, die sich aus der Suche nach einem Geocache oder der Nutzung dieser Applikation ergeben können.

Gelesen – getan: Und so ereilte mich am vergangenen Samstag ein „Bumbiss“. Was ist das und wie kam es dazu? Auf der Suche nach einem Cache stand dort ein sehr verdächtiger Baum mit einem wunderschönen Hohlraum. Da musste ich doch den Arm einfach reinstecken! Leider lag die Öffnung deutlich höher als mein Körperschwer- und mittelpunkt. Also rauf auf die Zehen und noch ein wenig am Baum hoch. Und dann: „Flutsch“ – abgerutscht. Schon interessant, wie sich der Arm verhält, wenn er im Astloch feststeckt, das nennt man wohl Hebelwirkung. Zum Glück habe ich nur einen riesigen blauen Fleck unter dem Armgelenk davongetragen, an dessen täglich wechselnden Farbenpiel ich mich jetzt jeden Morgen erfreuen kann. Auf Fotos verzichte ich freiwillig! Danke an die Gesetze der Physik, die mich vor einem Bruch bewahrt haben!

Doch noch 250!

Na, da habe ich die magische 250 doch noch gepackt. Und das auch noch mit einer Weltreise…

Allerdings fand die Weltreise nur virtuell statt, der Cache „Scarhem 02 – Voyages extraordinaires“ war zum Schluss jedoch real zu finden! Warum erwähne ich das? Weil es sich bei diesem Mystery um etwas ganz Besonderes handelt, was mir viel Spaß bereitet hat. Und noch etwas lustiges zum Schluss: Nach meinem Log bekam ich eine Mail vom Owner, in der er mich nicht nur zu meinem 250. Fund beglückwünschte, er teilte mir auch mit, dass er eine der zwei Paderborn Coins gewonnen hat, die ich bei den Dosenfischern verlost habe. Fazit: Auch nach einer Weltreise bleibt die Cacher-Welt klein 😉

Von einem der auszog, seinen 250. Cache zu loggen…

… und dem es nicht gelang.

Irgendwie scheint die 250 eine magische Grenze in meinem Geocacher-Lebenslauf zu sein. Offensichtlich haben sich die Satteliten gegen mich verschworen! Warum, das könnt Ihr in meinen letzten drei Logs nachlesen, die ich hier mal zusammengestellt habe. Wer ähnliche Erfahrungen hat, ist in den Kommentaren höchst willkommen!
Versuch 1:

 February 21 by Padertaucher (249 found)
Das sollte mein 250. werden. Also: Hin, geguckt und bei rutschigem Schneematsch rund um den Cache zum persönlichen T8 erklärt. Und das sind eindeutig drei Ts zu viel ;-). Zur sportlichen ertüchtigung – „wir können ja mal einen anderen Zugangsweg suchen“ – „vielleicht ist es da ja nicht so rutschig“ – „da sieht es doch auch noch nett aus“ – „der Weg führt gleich wieder runter“ – die Spezialausrüstung gut drei Kilometer durch den Wald geschleppt. Das hält fit und hilft der seit einer Woche rauchfreien Lunge ungemein bei der Regeneration! Fazit: Dieser nette Cache ist nicht mein 250ster geworden und ich komme nach der Schneeschmelze wieder. 😉
Tolles Gelände!
Padertaucher

Versuch 2:

 February 22 by Padertaucher (249 found)
Heute sollte es sein: 250 als FTF. Also in Herrgottsfrühe (11:00 Uhr) und bei prächtigem Regen auf in den Dahlheimer Wald. Schön ruhig war es da! Außer ein paar Rehen habe ich niemanden getroffen. Und ich war wahrlich lange unterwegs, etwa zweieinhalb Stunden. Gefunden habe ich die Station 1, das war ja auch keine Kunst. Die übrige Zeit habe ich mit Station 2 zugebracht. Da zwei Möglichkeiten in Frage kamen, bin ich gleich beide angegangen und habe durch einen Zahlendreher gleich noch eine Dritte dazugefügt. Nach etlichen Höhenmetern und einer respektierlichen Wegstrecke habe ich dann aber doch aufgegeben. Ohne die zweite Station ging es einfach nicht. 
Morgen logge ich meine 250 aus Frust an einem Leitplanken-Micro, denn irgendwie scheint mich das Cacher-Glück verlassen zu haben – mein zweiter Fehlversuch in Folge ;-(
Trotzdem Danke für die herrliche Erkundungstour des Waldgebietes, auf der ich viele schöne Stellen entdeckt habe! Ich komme im Sommer wieder!Padertaucher

Versuch 3:

 February 22 by Padertaucher (249 found)
Nach zwei Fehlversuchen (DNF und CNF) sollte dies nun endlich mein 250ster werden. Vier standhafte Recken und Fräuleins machten sich also bei Nebel und Regen auf, um die Gedenkeiche zu finden. Jetzt mache ich es kurz: Am Final gescheitert. Könnte am Schnee gelegen haben, oder das Cacher-Schicksal gönnt mir einfach die magische Zahl 250 nicht. Jetzt warte ich auf die Schneeschmelze, dann soll es wohl klappen!
Danke für die Wanderung sagtder Padertaucher

Wintercachen 1: Festgefahrene Situationen

Nun gut, mein gestriger Ausflug zu zwei Schätzen „Günsemühlen-Cache“ und „Amerunger Kapellencache“ war ein ganz besonderes Erlebnis. Vorher war ich in den Nähe von Holtheim zweimal als Finder erfolgreich, und dann das – eine Winter-Cacher-Erfahrung, die ich Euch nicht vorenthalten möchte:

icon_note Tja was soll ich sagen? Also hier mal die Kurzfassung: Forsch auf den Wanderparkplatz eingebogen, festgestellt, dass unter dem Schnee noch Eis war, geflucht und festgefahren. Danke an den freundlichen Herren mit den zwei Hunden, der mich zuerst mit seinem Benz-Combi versucht hat zu befreien und anschließend mit dem Geländewagen noch mal wiederkam um das Rettungswerk zu vollenden. So nette Leute trifft man nicht immer beim Cachen! 
Die Suche habe ich wegen erhöhtem Stresspegel verschoben 😉
Komme wieder, wenn das Eis geschmolzen ist!

Die Moral: Ist es eisig, kalt und glatt, such ich erst mal in der Stadt.

Um den Kommentaren vorzubeugen:

  • ja, ich hatte Winterreifen
  • ja, sah wirklich „nicht so wild“ aus
  • ja, ich habe echt Glück gehabt
  • ja, ich bin geheilt

Ich freue mich über Eure Erfahrungen zum Winter-Cachen!
PS: Foto habe ich vergessen, war zu aufgeregt!