Der Tag hat noch ein paar Stunden, die Füße sind bleischwer vom Messe-Einsatz, wir sind in unserem Hotelzimmer in Karlsruhe. Erste Hilfe: Füße hoch. Nützt nichts! Die Pocket-Querie auf dem Oregon und das iPhone sehen vielversprechend aus. Unsere Meinung: Das schaffen unsere Füße nicht mehr. Doch da erscheint ein Silberstreif vor unserem Hotel. Darauf die wohlbekannten Lettern der Deutschen Bahn AG. Nein, es war nicht der Metropolitan – der wurde ja schon 2004 von der Schiene genommen – es war das Bike, das man anrufen kann (Call a bike). Irgendwann hatte ich mir aus Neugierde schon mal die passende App heruntergeladen, nicht ahnend, dass sie ausgerechnet in Karlsruhe zum Einsatz kommen sollte. Also raus aus dem Hotel und hin zum Drahtesel. Als registrierter Benutzer die „Call a Bike“-Nummer hastig eingetippelt und – Wunder der Technik – es klackert, und das Licht am Fahrradschloss wird grün. Prima. Hurtig noch den Sattel mit Schnellverschluss in die richtige Höhe gebracht, und schon führt uns der Weg zur ersten Cache-Location in der Nähe der Staatlichen Hochschule für Gestaltung. Gesucht, gefunden, weitergeradelt. Parks und Sehenswürdigkeiten ziehen an uns vorbei. Die Dosen sind da, werden unterwegs auch gefunden, dienen aber diesmal mehr als Orientierungspunkte für die feine Stadtrundfahrt. Ein Studentenfest, ein abendlicher Flohmarkt, ein herrlicher Wald mit Porzellanmanufaktur im Grünen, wieder ein Park, in dem zahlreiche Jugendrotten Ihre Grillgeräte entflammt haben, und plötzlich stehen wir vor Karls Schloss. Hat er gut gemacht, der alte Planer und Baumeister, der hier seine Ruhe finden wollte.

Bundesverfassungsgericht und Großstadtstraßen – eine erlebnisreiche und eindrucksstarke Abendrunde. 12 Kilometer und 10 Dosen später sind Frau SchwarzTaucher und ich uns einig: Ein klasse Abend! Die Füße sind wieder zusammengeschrumpft, der Kreislauf ist wieder im erträglichen Bereich angelangt und eigentlich sind wir vitaler als vorher. Das kann nur noch mit einem Essen beim Inder gekrönt werden. Unsere Fahrräder konnten wir einfach an einer X-beliebigen Kreuzung abstellen. Klickerklacker auf dem Touchscreen des Fahrradschlosses und die Rückgabe der Bikes war erledigt. Tolle Tour! Thank you for caching with Deutsche Bahn!

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