Um mich auf die kürzlich von Splitti ausgelegte „Fitness-Runde in Liemke“ (GC2D67Q) vorzubereiten, musste ich am vergangenen Wochenende erst einmal ins Trainingslager. Schließlich will man als Geocacher in Heimatnähe ja keine schlechte Figur bei einer solchen Fitness-Runde machen! Für einen besonders geeigneten Trainingsort halten wir das niedersächsische Marklohe, denn dort hat das GC-Team Marklohe gleich zwei hervorragende Trainingsmöglichkeiten eingerichtet, die Fitness-Cache-Runde (25 km) und die Fitness-Cache-2-Runde (35 km). Und hier sind meine Erfahrungen:

Am frühen Samstag Morgen machte sich das Trainings-Team, bestehend aus Thomas69, SnakesCityCachers und meiner Person, auf den langen Weg nach Niedersachsen. Schnell waren die Fahrräder auf dem Dach des pechschwarzen Cachemobils verstaut und der Weg auf die Autobahn gefunden. Marklohe ist je bekannt als Mekka für fitnessinteressierte Geocacher. Denn auf den zwei Runden gibt es – fast nebenbei – doch so manches Döschen zu finden. Genauer gesagt sind es 98 Caches, 57 auf der ersten Runde, 40 bei der zweiten und ein Bonus-Cache. Für uns hieß es am Samstag erst einmal Technik-Training: Antreten, bremsen, über die Stange schwingen, Fahrrad abstellen, Dose suchen, aufschrauben, stempeln, Datum eintragen, verstecken, aufsitzen und wieder von vorn. Bei der recht hohen Cachedichte und den geringen Distanzen zwischen den einzelnen Dosen – übrigens fast alles PETlinge, kamen wir auf eine gute Anzahl von Wiederholungen unserer Trainingseinheit. Während die Abläufe an den Dosen am Anfang immer wieder korrigiert werden mussten, konnten wir ab dem etwa 20. Cache doch einen erheblichen Trainingsfortschritt feststellen. Übrigens waren auf der ersten Fitnessrunde alle Caches recht simpel und fair versteckt, so dass unser Training nicht durch übermäßige Suchaktionen abgelenkt wurde. Einige Stunden später, unsere Technik war mittlerweile perfekt, konnten wir auch den 57. Cache in den Händen halten. Von dort ging es dann zurück zum Auto und über Umwege in unser „Sportlerheim“ in Bücken. Vor der abendlichen Zerstreuung in Nienburg, die neben der sportlichen Ernährung auch der Dosensuche gewidmet war, konnten wir noch den charmanten Bonus-Cache im Carport der Owner loggen. Später dann: Komatöser Schlaf und Regeneration pur.

Der zweite Tag stand ganz im Zeichen von Kondition und Koordination. Denn auf der zweiten Runde haben die Owner nicht nur die Gesamtstrecke erhöht, auch die Abstände zwischen den Caches ließen jetzt ordentliche Radel-Passagen zu, die wir mit bis zu 40!!! km/h auf unseren Drahteseln meisterten. Natürlich nur in kurzen Trainingsintervallen, unser Durchschnittstempo lag eher so bei 17 km/h. Heute mussten wir an manchen Stellen auch schon mal genauer hinsehen, denn die Verstecke waren an manchen Caches schon ein wenig kniffeliger. Selbst vor akrobatischen Höchstleistungen schreckten wir an unserem zweiten Trainingstag nicht zurück. Dank der am Vortage perfektionierten Technik konnten wir trotz kohlenhydratreicher Pause im Antik-Café in Hassbergen (unser Geheimtipp für alle Genusscacher) nach etwa vier Stunden den Ausgangspunkt erreichen. Unsere persönliche Bestzeit! Naja, wir haben die Runde ja auch noch nie gemacht. Egal! Kleine Stärkung und gestählt nach Hause!

Mein Fazit: Ein klasse Cache-Wochenende! Mit den Fitness-Runden in Marklohe habe ich eine weitere Variante meines Hobbys kennengelernt: Power-Cachen (ich vermeide bewusst den Begriff Statistik-Cachen). Auf den Strecken ist tatsächlich eine gewaltige Menge an Tradi-Logs zusammengekommen. In unserem Team waren die beiden Runden zudem echt sportlich und vor allem lustig! Rauf auf’s Fahrrad, runter vom Fahrrad. Wir hatten echt unseren Spaß dabei. „Och guck mal, da liegt ja ein Cache!“, nach kurzer Zeit hatte sich eine ganz eigene Dynamik entwickelt. Jedes Wochenende muss ich solche Massen-Touren allerdings auch nicht haben, denn meine Lieblings-Caches sind nach wie vor die Wander-Multis. Ich fühle mich jetzt auch für die Fitness-Runde in der erweiterten Homezone gewappnet, allerdings werde ich die wohl zu Fuß in Angriff nehmen. Für 15 Kilometer loht es sich ja kaum auf den Sattel zu schwingen.

Ach ja, das Trainingsziel „Geschwindigkeit“ muss ich demnächst einmal beim Cache „Race against Time“ (GC233JV) ausprobieren! Die Beschreibung klingt mehr als spannend.

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