Heute Morgen habe ich meinen ersten Log-Eintrag mit „Needs archived“ (NA) („sollte archiviert werden“) abgeschickt. Die Gedanken, die ich dabei hatte, möchte ich Euch kurz schildern, weil sie – so meine ich – auf ein allgemeines Problem hinweisen.

„Mehr Geocacher – mehr Verantwortung“, so charakterisiere ich einmal den Grundtenor meiner Überlegungen. Das heißt: Heute muss ich, wenn ich einen Geocache verstecke, einfach bedenken, ob die Location tatsächlich einem größeren Besucheransturm standhalten kann. Das gilt sowohl für Verstecke in der Natur als auch im städtischen Raum. Wird die Umwelt geschädigt? Fühlen sich Anwohner gestört? Fragen, die man sich vor dem Verstecken eines Geocaches stellen muss. Die beste Tarnung nützt nichts, wenn 500 getarnte Geocacher in einem Jahr an Ort und Stelle erscheinen. Klar, ein gewisser Reiz bleibt im Spannungsfeld zwischen heimlicher Suche und Tarnung vor den Muggels. Aber ist es das wert?

Einen Schritt weiter. Was kann die Geocaching-Community tun? Zunächst einmal vor dem Verstecken überlegen. Und dann Verantwortung übernehmen. Für mich war es heute Morgen der Schritt zum „Needs archived“-Log. Versteht mich nicht falsch, ich möchte hier nicht zum Denunziantentum in der Szene aufrufen, ich möchte lediglich einmal kurz an das Geocacher-Gewissen appellieren und einen kleinen Denkanstoß geben.

„Aber das haben die Reviewer doch freigegeben!“ Ok, aber die sind nicht vor Ort und können sich keinen persönlichen Eindruck verschaffen. Freigeschaltet werden alle Caches, die augenscheinlich nicht gegen die Regeln der aktuellen Guidelines  verstoßen. Bei zunehmender Anzahl der Geocacher kann wohl nur das Regulativ der Community dafür sorgen, dass unser Hobby einen guten Ruf behält. Und dazu gehört vielleicht auch manchmal ein ehrliches „Needs archieved“. Auch dann, wenn man sich damit  bei den betroffenen Ownern nicht gerade beliebt macht.