Wenn die Tage kürzer werden ist nicht nur Herbst, sondern auch Jagd-Saison! Deshalb sollten wir Geocacher uns so verhalten, dass wir uns nicht gefährden! Anlass zu diesem Hinweis ist ein aktuelles Schreiben, das mir aus Büren weitergeleitet wurde:

Zunächst möchte ich auch im Namen meiner beiden Mitjagdpächter deutlich machen, dass wir den Aktivitäten der Stadt bezüglich der Steigerung der Attraktivität des Bürener Raumes grundsätzlich positiv gegenüberstehen. Leider gibt es immer Dinge, die bei allen gut gemeinten Initiativen nicht allgemein auf Zustimmung stoßen.
So hat eine Gruppe von zwei jungen Männern am Sonntag gegen 21:30 Uhr im Mondlicht einen Anlaufpunkt … gesucht, indem sie mit Taschenlampen immer kurz in den Wald gegangen sind und dann wieder auf den Weg am Waldesrand zurückkehrten. Nach ca. 15 Min gingen sie den Weg zurück und an der Grenze in den Wald. Gegen 22:15 h verließen sie den Wald und begaben sich zu ihrem Auto.
Gleichzeitig saßen drei Jäger am Mais unterhalb des Waldes, um auf Wildschweine zu jagen, die schon erheblichen Schaden im Mais angerichtet haben. Mein Mitpächter ist zu den jungen Männern gefahren und hat durch eine Befragung herausgefunden, dass sie auf Geocaching Tour waren. Er hat sie auf die besondere Gefahr hingewiesen, in die sich die Beiden begeben haben.
Wenn ein Wildschwein beschossen worden wäre, welches sich aus der entgegengesetzten Richtung durch die Kuhdrift auf den Weg in den Mais gemacht hätte, wäre es möglich, dass die Jungen durch Geschosssplitter gefährdet worden wären.
Weiterhin gibt es gesetzliche Regelungen, die deutlich machen, dass ein Jagdpächter nicht in der Ausübung der Jagd behindert werden darf.
Wir schlagen daher vor, dass Sie die Schatzsucher auf die Gefahren hinweisen, denen sie sich aussetzen, wenn sie zur Jagdzeit unübersichtliche Waldgebiete betreten und die aktiven Zeiten den Jahreszeiten entsprechend begrenzen.
Es ist unsere Pflicht, Wildschaden zu verhüten und das Recht der Bauern, den entstandenen Schaden vom Jagdpächter ersetzt zu bekommen. Wenn man uns aber an der Jagd auf Schwarzwild behindert, ist die Schadenseindämmung nicht möglich und es muss ggf. der Verursacher der Störungen für den entstandenen Schaden aufkommen.
[anonymisiert]

Ich finde diese Schilderung ausgesprochen informativ und habe sie deshalb hier veröffentlicht. Ich möchte mich bei den Jägern für die konstruktiven Hinweise bedanken und hoffe dass die Warnung entsprechend ankommt!

Informationen zu Jagd- und Schonzeiten gibt es auf www.schonzeiten.de.

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