JogLEDHeute habe ich meine 5-Euro-Errungenschaft vom GPS-Festival in der Praxis getestet. Ich habe mich jahrelang gewehrt und genügend Argumente gesammelt: „Sieht total albern aus.“, „Wackelt nur hin und her und stört mehr als es bringt.“, „Die Augen gewöhnen sich an die Dunkelheit“ oder „Die Reflektorstreifen an der Hose reichen, um gesehen zu werden.“ Was soll ich sagen? Seit heute Abend gehören die langjährig kultivierten Wahrheiten der Vergangenheit an.

Grund des Umdenkens: Die JoggLED-Kopflampe von Zweibrüder. Was kann das Ding? Also zuerst einmal ist sie klein. Dezentes Stirnband, Batteriefach hinten und kleine LED vorn. Angefeuert wird die Lampe von einer AAA-Batterie – also auch leicht. Geleuchtet wird vorne mit der LED und hinten funkeln zwei blaue Microchips, die dafür sorgen, dass man auch von hinten gesehen wird.

Jetzt aber zum Praxis-Test: Lampe umgeschnallt, stört gar nicht. Komisch! Drückt am Kopf nicht mehr als das übliche Stirnband, das ich sonst trage. Wie gesagt, die „Leichtigkeit“ ist wohl der entscheidende Vorteil, der für diese Lampe spricht. Da es ja im Winter nicht nur früh dunkel ist, sondern dazu dummerweise auch noch kalt, habe ich gleich den Mützentest gemacht. Auch über der leichten Laufmütze hält die Lampe und ist noch weniger zu spüren.

Unterwegs: So, ab nach draußen! Die Lampe hält. Kein wackeln und kein rutschen. Wieder ein Vorurteil weniger. Nachdem ich die beleuchtete Straße verlassen habe, schalte ich die Lampe ein. Ok, vom Cachen bin ich Lampen mit anderen Lichtleistungen gewohnt – ich habe eine NiteCore D10 und eine LED Lenser H7 im Dauereinsatz – aber für mein Vorhaben, Joggen bei Dunkelheit, reicht die JoggLED vollkommen aus. Der Lichtkegel zeigt mir, je nachdem, wie ich den Strahler nach oben oder unten verbiege, die potentiellen Schlaglöcher vor meinen Füßen oder weiter entferntere Ziele. Und nach hinten strahlt, erstaunlich weit sichtbar, das Blaulicht der zwei Mikrochips.

Fazit: Nicht allzu hell, dafür leicht und komfortabel tragbar. Wieder ein Gadget, das ich ohne Geocaching nicht kennengelernt hätte 😉

PS: Dies ist kein bezahlter Testblog! Wie ich gerade festgestellt habe gibt es keine Infos zum Produkt beim Hersteller. Das Ding ist wohl nur noch bei Amazon und einigen Online-Shops zu haben.

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